Zu Besuch bei … Die Werkstatt der Gartenkeramik

Perfekt in Szene gesetzt

Segmueller-Reportage-Keramik-Pluta-Aufmacher
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Im Garten des Ehepaars Pluta zwitschert, miaut und quakt es in aller Stille. Bei den beiden Keramikern zieren nämlich viele ihrer farbenfrohen Kunststücke aus Ton den Teich, lugen zwischen den Bäumen und unter Büschen hervor und verschönern Terrasse und Grillplatz – denn Gartenkeramik ist einer ihrer Schwerpunkte.

Garten mit Keramikelementen
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Gemeinsam leben und arbeiten

Beate Pausinger-Pluta und Dieter Pluta leben und arbeiten im niederbayerischen Geisenhausen bei Landshut. Das ganze Jahr über dient der Garten der Kermiker, der im Sommer mit zwei Terrassen und einem Grillplatz zum Entspannen einlädt, auch als Schaugarten: Im Frühjahr, wenn die Glyzinie blüht (links oben) sieht man die dekorative Wandgestaltung an der Hauswand durchblitzen. Im Sommer bezaubern Brunnen (oben rechts) mit ihren Wasserspielen und im Herbst, wenn die Blätter fallen, kommen viele Objekte wie abstrakte Stelen oder Figürliches wieder mehr ins Blickfeld. Im Winter demonstriert die Gartenkeramik der Plutas aus Steinzeug, dass sie wirklich frostfest ist: „Dafür sorgt das Brennen bei 1250° C“, erklärt der Keramikermeister.

Gartenzaun mit Keramikfiguren

Zauberhafte Entdeckungen

Wer sich im Garten umsieht, kann sich gut vorstellen, wie die Gartenleuchten, Mosaikfliesen, Tiere, Gartenkugeln und Schwimmsteine im eigenen grünen Zuhause wirken könnten. Und es gibt einiges an Gartenkeramik zu entdecken: Zaunreiter werden die fröhlichen Hennen (links oben) genannt. Mit Stroh gefüllt bieten Sie Ohrwürmern ein Zuhause. Die braunen Insekten mit dem gegabelten Hinterteil stehen bei Gärtner hoch im Kurs, denn sie vertilgen Blattläuse. Die Hennen sind, wie alles, was das Ehepaar Pluta an Gartenkeramik herstellt, winterhart. Das gilt auch für das Pferd (oben rechts). Es wurde kunstvoll auf einem Holzsockel arrangiert.

Segmueller-Reportage-Keramik-Pluta-Stelen
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Gut in Szene setzen

Überhaupt sieht man im Garten der Keramiker, wie wichtig auch das Arrangement eines dekorativen Stückes ist: Das zeigen etwa die zwei organisch wirkenden Objekte (oben links) in Rot- und Grüntönen, die vor einem, bereits im Frühjahr rotblättrigen Strauch Platz finden. Und noch etwas kann man von dem Künstlerehepaar lernen: Auch Gebrauchsgegenstände, wie der Pfosten der Wäscheleine (oben rechts), können – frech mit einer farbenfrohen Steinzeug-Figur verziert– ein ausgesprochener Hingucker sein.

Segmueller-Reportage-Keramik-Pluta-Wassergeist
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Am und im Wasser

Für Brunnen, Schwimmkugeln und Deko-Objekte in allen Größen, Farben und Formen, die im und am Wasser Platz finden, haben Beate und Dieter ein Faible. Der Wassergeist (links oben) hat in einem alten Holzfass sein neues Zuhause gefunden und wirkt, als ob er gerade eben daraus aufgetaucht wäre. Die von Hand gedrehten Schwimmkugeln in unteschiedlichen Blautönen setzen in einem Gefäß mit ebenfallls blauer Glasur (oben rechts) einen glänzenden Kontrast zu den Seerosen und ihren Blättern, und bringen so alles noch mehr zum Leuchten.

Segmueller-Reportage-Keramik-Pluta-Wassergeist
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Oasen rund ums Haus

Dass die beiden Keramiker ihren Beruf leben, sieht man auch ihrem Garten an: „Es ist wichtig für uns, in schöner Umgebung zu arbeiten, denn wir glauben, dass nur in schöner Umgebung schöne Dinge produziert werden können.“ Dazu gehört für das Ehepaar auch, den Garten wirklich zu jeder Tageszeit und vom Frühjahr bis in den Herbst hinein nutzbar machen. So finden sich rund ums Haus Sitzgelegenheiten, die dies bei unterschiedlichen Temperaturen und Sonnenstände ermöglichen. Zudem bieten die Sitzplätze immer auch Blick auf Dekoratives. Dabei versteht es Beate Pausinger-Pluta besonders gut, die vielfältigen keramischen Stücke aus der Herstellung der gemeinsamen Werkstatt mit unterschiedlichen Pflanzen und Möbeln eine harmonische Verbindung eingehen zu lassen. Der Tisch aus keramischen Fliesen (oben links) wird von dem bunten Kissen in Inka-Optik noch in der Leuchtkraft seiner Farben unterstützt und in der schattigen Ecke am Haus setzen Farne und Buchs mit ihren unterschiedlichen Grüntönen einen komplementärfarbenen Kontrast zu dem Fischspringbrunnen und den Pflanztöpfen in Terrakotta-Rot (oben rechts).

Segmueller-Reportage-Keramik-Pluta-Wassergeist
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Ein eingespieltes Team

Pluta Keramik gründete das Ehepaar direkt nach Dieters Meisterprüfung vor gut 30 Jahren. Fast ebenso lange ist Dieter Pluta neben seiner künstlerischen Tätigkeit an der Staatlichen Fachschule für Keramik in Landshut als Ausbilder tätig. Beate Pausinger-Pluta hat sich die Keramik autodidaktisch erarbeitet: „Auch heute noch bin ich diejenige, die verspielter arbeitet“, sagt sie. Allerdings stellen die beiden auch viel her, indem sie Hand in Hand arbeiten: „Häufig dreht Dieter den Grundstock eines Stückes und ich übernehme die dekorativen Arbeiten.“

Segmueller-Reportage-Keramik-Pluta-Kaffeetisch
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Große keramische Bandbreite

Zwar sind die Plutas durchaus auf Gartenkeramik spezialisiert, es ist aber nicht ihr einziges Standbein: So stellen sie auch Geschirr aus handgedrehtem Porzellan (oben) her – eine absolute Besonderheit. „Für uns ist alles gleichberechtigt“, sagen die beiden, „dekorative Keramik, Geschirr oder Kunst.“ Und egal in welchem Bereich: Auch Arbeiten auf Auftrag sind möglich – vom Brunnen bis zur Urne. Zudem führen die beiden mehrmals im Jahr in ihrer Werkstatt Workshops durch.

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