Wild & mystisch: der African-Style

Von Masken, Feuer und roter Erde

Wohnzimmer African-Style
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Kaum ein Kontinent ist so faszinierend wie Afrika. Die Heimat der Big Five – Elefant, Löwe, Nashorn, Büffel und Leopard– ist für viele Weltenbummler der Sehnsuchtsort schlechthin. Vor allem die Farben der atemberaubenden Landschaften bleiben jedem in Erinnerung, der einmal in Afrika gewesen ist: das warme Ockergelb der Steppe, der blutrote Sonnenuntergang über der Savanne, das Grün exotischer Pflanzen, das satte Rot der Erde. Die Schönheit der Natur ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die reiche Farbpalette und die Artenvielfalt von Flora und Fauna spiegeln sich nicht nur in den bunten Gewändern und im Kopfschmuck der afrikanischen Frauen wider, sondern auch in den Behausungen der Einheimischen. Der African-Style greift die Kulturen der dort lebenden Völker besonders in der Dekoration auf und mischt sie mit europäischen Wohn-Basics. Lust auf eine kleine Safari? Dann lass dich verzaubern von unseren Einrichtungsideen vom schwarzen und doch so bunten Kontinent!

buntes Geschirr African-Style
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Authentisches Mobiliar für das typische African-Feeling

Viele Jahrzehnte lang stand Afrika unter der Kolonialherrschaft verschiedener europäischer Staaten. In dieser Zeit mischten sich die Kulturen in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens. Im African-Style wird der typische Kolonialstil des späten 19. Jahrhunderts eindrucksvoll sichtbar. Reich verzierte Möbel aus massivem, dunklen Holz bilden die Basis für den afrikanischen Look. Mach den Anfang im Esszimmer und platziere ein paar Stühle um einen großen, rustikalen Holztisch. Dazu stellst du eine Bank oder eine Truhe als Sitzgelegenheit. Fast fühlt es sich so an, als säße man im Kreis um eine Feuerstelle, denn so eine einfache Holzbank hat einfach etwas Ursprüngliches. Sideboards und Vitrinenschrank wählst du am besten in derselben Holzart. In Kombination mit weißen und grünen Akzenten an den Wänden und in Form von Accessoires wirkt das Interior sehr natürlich und authentisch. Achte darauf, dass die Oberflächen deiner Möbel nicht lackiert sind, höchstens leicht gewachst.

Esstisch Massivholz
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Natürlich natürlich!

Neben Holz passen aber auch andere Naturmaterialien zum African-Style. Sofas und Sessel aus Leder zum Beispiel oder gemütliche Korbsessel aus Rattan-Geflecht sowie niedrige Beistelltische aus Stein. Besonders authentisch wirken Materialien, die ihre ureigenen Merkmale noch haben – kleine charmante Eigenheiten wie Unebenheiten im Stein oder dunkle Maserungen im Holz. Alles soll möglichst naturbelassen wirken, fast so, als seien die Formen mit einfachsten Werkzeugen von Hand behauen und gefertigt worden. Ganz typisch für den afrikanischen Kolonialstil sind Schaukelstühle wie dieser Vintage-Swing-Sessel aus pflegeleichter Microfaser. Das Besondere an ihm: seine gewollten Gebrauchsspuren.

Schaukelstuhl African Style
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Kunterbunt und formenwild

Zum African-Style gehören auch einfache Sitzgelegenheiten wie kleine Hocker und Schemel. Nutze die Gelegenheit, und bringe hierbei Farbe ins Spiel! Mit kunterbuntem Stoff bezogene Sitz-Würfel im Patchwork-Look sehen nicht nur pfiffig aus, sondern sind auch total praktisch, da man sie auch als Beistelltisch verwenden kann. Tassen, Kannen und Krüge aus gebranntem Ton, so wie sie in vielen afrikanischen Haushalten verwendet werden, bekommen einen sicheren Stand, wenn du sie auf einem Holztablett auf dem Würfel abstellst. Stimmig wirkt es, wenn du gleich mehrere Sitz-Würfel in deiner Wohnung verteilst und sich das Farbmuster auch an anderer Stelle wiederholt, wie zum Beispiel beim Stoff, mit dem die Stühle bezogen sind.

African-Style
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Kissenschlacht im African-Style

Wo wir schon bei den Mustern sind … Hier darfst und sollst du dich richtig austoben! Vor allem im Wohnzimmerbereich und im Schlafzimmer. Von Leo-Prints und Tiermotiven über schwarz-weiß-karierte Formen bis zur Häkel-Optik im Colonial Style – sei mutig, wenn du Kissen, Plaids und Decken frech miteinander kombinierst. Gerade bei Kissen hast du unendlich viele Freiheiten. Mixe quadratische Sofakissen mit länglichen Quasten-Kissen oder Kissenrollen – je mehr desto besser und je wilder desto afrikanischer. Auch künstliche Felle und grobe Leinen-Plaids unterstreichen den African-Style.

Kissen African-Style
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Von Masken, Holzfiguren und ganz besonderen Hinguckern

Wie schon zu Beginn erwähnt, sind es die kleinen Details, die den African-Style ausmachen. Du musst dir keine Voodoo-Puppen ins Bücherregal stellen, um den Zauber Afrikas zu spüren. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Hängematte im Wohnzimmer, in der du das Wochenende ganz herrlich verträumen kannst? Oder ein Bananenbaum, der exotisches Flair versprüht? In Körben aus Bast oder Rattan kannst du Zeitschriften unterbringen oder deine Wäsche verstauen. Unser Lieblingsfundstück aber ist dieser süße Elefant, der Knabberzeug, Gläser und Getränke auf dem Tablett serviert, wenn du es dir im Sessel gemütlich machst.

Abstelltisch Elefant
© daheim.de; Andrew Paul Deer

Accessoires für den African-Style gibt es aber noch viel mehr. So kannst du zum Beispiel Masken, Tierfiguren aus Holz oder Kunstgegenstände in Horn-Optik aufstellen. Bitte sieh davon ab, echtes Horn oder echte Jagdtrophäen zu verwenden – zum Wohle der Tiere und Erhalt der afrikanischen Artenvielfalt. Auch Landkarten und eindrucksvolle Tier-Fotografien an den Wänden oder ein großer antiker Globus auf dem Sekretär im Colonial Style verwandeln deine vier Wände in eine Afrikanische Lodge.

African-Style
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Afrika auf der Zunge

Afrika ist nicht nur der Kontinent der Farben, sondern auch der Gewürze. Bunt und aromatisch geht es deshalb auch in der Küche zu. Du liebst es ein bisschen feurig? Dann haben wir das perfekte Gericht für dich: „Doro Wot“, so heißt das Nationalgericht, das die Äthiopier an hohen Festtagen zubereiten. „Doro“ bedeutet auf Amharisch „Huhn“, „Wot“ heißt „Eintopf“ oder „Soße“. Typisch für den African-Style Eintopf ist die Gewürzmischung, die aus Chilipfeffer, Ingwer, Knoblauch, Gewürznelke, Koriander und vielen weiteren exotischen Zutaten besteht. Und hier kommt das Rezept:

Doro Wot  (für 4 Personen):

2 mittelgroße Zwiebeln

4 gekochte, geschälte Eier

2 EL scharfer Paprika (Pulver)

etwas ÖL zum Anbraten

1 TL fein gehackter Knoblauch und Ingwer

1 ganzes Huhn ohne Haut

3-4 mittelgroße, geschälte Tomaten

50 ml Gewürzbutter (gewürzt z.B. mit Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel, Oregano und Kardamom)
oder auch einfach etwas Öl

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

 

Zubereitung:

Die Zwiebeln fein hacken und mit etwas Öl kurz anbraten. Danach Tomaten und Paprika zugeben und leicht köcheln. Knoblauch und Ingwer zufügen und weitere 5 Minuten kochen. Das Fleisch zugeben und so lange kochen, bis alles gut weich ist und die Konsistenz von Gulasch hat. Jetzt die Gewürzbutter zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit den Eiern dekorieren. Dazu reichst du „Injera“, ein dünnens, weiches Fladenbrot, das traditionell aus Hirse, Mehl, Hefe und Wasser ohne Fett in der Pfanne gebacken wird. Zu Doro Wot passt aber auch Reis.

Übrigens: In Äthiopien, wie in vielen anderen Regionen in Afrika, wird mit der Hand gegessen. Statt mit einem Löffel wird der Eintopf einfach mit dem Fladenbrot aufgenommen. Guten Appetit – und viel Spaß beim Nachkochen!

Rezept African-Style
© Niko Natsuki/Shutterstock.com

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