Trendmöbel: Sideboard

Multifunktionales Möbelstück

Weisse Wand mit Sideboard aus Holz und einem Holzstuhl. Auf dem Sideboard befindet sich eine schwarze Schreibtischlampe. An der Wand hängt ein schwarzer Bilderrahmen.
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Das Sideboard steht derzeit auf unserer Einrichtungswunschliste ganz oben. Ein wichtiger Grund dafür: Das Möbel ist enorm vielseitig einsetzbar. Ob als TV-Schränkchen unmittelbar vor dem Sofa platziert, als Wäsche- bzw. Geschirrkommode einfach an die Wand geschoben oder als praktischer Raumteiler – in nahezu allen Räumen finden wir eine Verwendungsmöglichkeit für unser neues Lieblingsstück, in dem wir unschöne Alltagsgegenstände geschickt verschwinden lassen können.

Traditionelle Herkunft

Auf den ersten Blick möchte man meinen, dass sich das Sideboard von der klassischen Kommode mit Schubladen ableitet, die wiederum eine Weiterentwicklung der Truhe ist. Übersetzt man jedoch den englischen Begriff ins Deutsche (wörtlich „seitliches Brett“), gelangt man schnell zur traditionellen Anrichte. Das halbhohe Schränkchen mit einer oder mehreren Türen war einst in jedem Esszimmer zu finden und ist aus dem einfachen Tisch entstanden. Bereits vor Jahrhunderten hatte man hier eine Art Rückwand und kleine Türchen angebracht, um dahinter das Porzellan und die Tischwäsche zu verstauen. Die Ablagefläche wurde vornehmlich zum Anrichten von Speisen genutzt.

Wandelbare Formen

Ein Sideboard bietet offene und geschlossene Elemente, die häufig miteinander kombiniert werden. Zudem haben sich in den letzten Jahren drei verschiedene Ausprägungen entwickelt:

1. Highboard

Hierbei handelt es sich um ein hohes Sideboard, das Schubladen und Türen mit offenen Elementen kombiniert und so auch als eine Art Schrankersatz (nur weniger hoch) verwendet werden kann. In den offenen Räumen kann man wunderbar kleine Dekoobjekte wie Bilderrahmen, Vasen oder Kerzenständer präsentieren.

Ein Highboard ist ein hohes Sideboard, das als Ersatz für einen Schrank verwendet werden kann.
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 2. Lowboard

Die niedrige Version des Sideboards wird gerne als Stellfläche für TV-Geräte und Musikanlagen genutzt. Meist verschwinden Fernbedienungen und andere Utensilien hinter einfachen Klappen oder Türen.

Ein Longboard ist ein niedriges Sideboard das sich gut für Fernseher eignet.
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3. Schwebeboard

Die relativ neue Variante wird an der Wand angebracht und „schwebt“ so nahezu über dem Boden. Dieses Möbel wird geschlossen, aber auch offen oder als Mischform angeboten.

Besonders elegant ist das Schwebeboard, ein Sideboard, das freischwebend ohne Beine an der Wand angebracht ist.
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Neue Stilmittel

Unterschiedliche Farben und Materialien sorgen inzwischen für noch mehr Variationsmöglichkeiten beim Einrichten der eigenen vier Wände. Sideboards eignen sich zudem als trendiger Akzent innerhalb eines bestimmten Wohnstils. Während beim aktuellen Scandi Chic eher die schlichte Form gefragt ist, darf es beim knalligen Retro-Stil der 1960er bzw. 1970er Jahre ruhig mal etwas farbenfroher und gerne auch mit glänzender Oberfläche sein. Im Homeoffice ist das Möbel ebenfalls sehr beliebt, um darin unschöne Aktenordner und andere Unterlagen zu verstauen.

 

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