Natürliche Osterdeko zum Selbermachen

Kreative Ideen mit Moos & Co.

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Nicht nur im Möbelbereich sind Naturmaterialien derzeit besonders beliebt. Auch viele schöne Osterdekorationen präsentieren sich in diesem Jahr im grünen Kleid und verleihen Tisch und Tafel einen erdigen Touch. Hier die schönsten Ideen für eine natürliche Osterdeko zum Selbermachen.

BLUMEN

Sobald ein Hauch von Frühling durchs Land weht, wollen wir auch unser Zuhause mit frischen Blüten schmücken. Typische Osterblumen wie Narzissen, Hyazinthen oder Tulpen symbolisieren dabei die erwachende Natur und können auch mit dem Osterfest in Verbindung gebracht werden, da dieses im christlichen Glauben für die Auferstehung von Jesus Christus steht. Auch bei uns sind diese tollen Blumenarrangements zu Ostern willkommen:

Rustikale Hülle

Natürliche Osterdeko mit Blumen und Ästen
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Eine schlichte Glasvase kannst du mit ein paar Ästen vom letzten Waldspaziergang fix zur natürlichen Osterdeko machen. Dazu Hölzer von ungefähr gleicher Länge verwenden, damit das Glas gut versteckt ist. Gehalten wird die neue Hülle von einem einfachen Kordelband, mit dem du die Äste fest umwickelst und zum Schluss mit einer hübschen Schleife verschließt.

daheim.de-Tipp: Den Natur-Look lässt sich mit einem Stück Rinde als Untersetzer und ein wenig Moos verstärken.

Schlichte Schönheit

Weiße Blümchen als Osterdeko
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Naturfasern wie Jute oder Baumwolle eignen sich hervorragend als dekorativer Mantel für deine Frühlingsblumen. Dazu wickelst du einfach ein Stück des gewünschten Stoffes um das kleine Bouquet. Wenn du darunter keinen Übertopf verwenden möchtest, kannst du eine kleine Schieferplatte als Untersetzer verwenden, damit kein überschüssiges Gießwasser austreten kann.

Blütenstillleben

Osterdeko mit Blumenvasen und bunten Ostereiern
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Fast wie ein Gemälde wirkt diese kreative Tischdeko aus einzelnen bunten Blüten, die wahllos in unterschiedlich große Glasväschen gesteckt werden. Ostereier in geblümten Eierbechern vollenden das kleine Kunstwerk.

ZWEIGE

Traditionell werden die Zweige für den Osterstrauß am Gründonnerstag geschnitten, denn in der Regel brauchen die kleinen Ästchen von Bäumen und Sträuchern zwei bis drei Tage, bis sie – mit frischem Wasser versorgt und drinnen platziert – ihre frischen grünen Austriebe pünktlich zum Osterfest als natürliche Osterdeko zeigen.

Ab in die Vase

Bunte Zweige als Osterdeko in Glasvase
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Als österlicher Vasenschmuck eignen sich besonders Weidenkätzchen, die oft mit den blühenden Zweigen von Forsythien, Apfel- oder Mandelbäumen kombiniert werden. Auch Haselnuss- oder Birkenzweige passen perfekt dazu.

Achtung: Weidenkätzchen, auch Palmkätzchen genannt, am besten direkt beim Floristen kaufen, da man bei diesen Produkten davon ausgehen kann, dass sie speziell für Dekozwecke gezüchtet worden sind. In freier Wildbahn stehen Weidenkätzchen unter Naturschutz und dienen – wie auch in unseren Gärten – den Bienen als erste Nahrungsquelle im Frühjahr, weshalb sie unbedingt am Strauch verbleiben sollten.

Edel gewunden

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Wer sagt denn, dass Zweige nur in der Vase stehen müssen? Zusammen mit ein paar frischen Blüten und zum dekorativen Kranz gebunden können vor allem die biegsamen Weiden ebenfalls deinen Tisch als natürliche Osterdeko verschönern.

daheim.de-Tipp: Wer keine Geduld fürs Selberbinden hat oder seine Sträucher im Garten lieber in Ruhe wachsen lassen möchte, findet in Möbelhäusern oder Online-Shops auch fertige Modelle.

EIER

Das Ei gilt seit jeher in vielen Kulturen als Symbol für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt, da sich hinter seiner Schale neues Leben verbirgt. Nach christlichem Brauch wird vor Ostern 40 Tage lang gefastet. Zu den verbotenen Lebensmitteln in dieser Zeit gehörten anfangs alle tierischen Produkte, also neben Fleisch, Butter und Milch auch Eier. Hartgekocht hielten sich diese jedoch bis zum Ende der Fastenzeit. Damit man die „alten“ Eier später nicht mit den frischen verwechseln konnte, wurden sie zusätzlich rot eingefärbt. Die Tradition des Eierfärbens ist uns bis heute geblieben und hat sich sogar weiterentwickelt. Hier ein paar Beispiele für tolle Dekoideen mit Eiern:

Kleine Vasen

Osterdeko mit Eiervasen und Frühlingsblumen
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Die Eierschalen vom letzten Frühstück sind viel zu schade, um sie achtlos wegzuwerfen, da sie sich ganz leicht zu dekorativen Blumenvasen umfunktionieren lassen. Wichtig: Beim Schälen der Eier unbedingt darauf achten, dass die untere Hälfte unbeschädigt bleibt. Dann lassen sich darin wunderbar kleine Blüten auf leicht angefeuchtetem Moos platzieren.

daheim.de-Tipp: Aus Eierresten kannst du auch hübsche Kerzen basteln. Dazu einfach den Docht und das verflüssigte Wachs eines Teelichtes verwenden oder alte Kerzenreste, die du ganz leicht in einem feuerfesten Gefäß auf der Herdplatte einschmelzen kannst, in die untere Schale einfüllen – fertig ist die natürliche Osterkerze.

Ei im Ei

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Nicht nur hübsch bemalte und verzierte Eier sind tolle Anhänger für Zweige. Mit ein wenig Geschick und einer ruhigen Hand kannst du zuvor ausgeblasene Eier vorsichtig aufbrechen und kleine Wachteleier mit Heu, kleine Blüten und andere dekorative Elemente einsetzen. Zum Aufhängen für deine natürliche Osterdeko am besten einen simplen Nylonfaden verwenden.

Ein Lächeln geschenkt

Osterdeko mit bemalten Eiern
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Schnell und einfach sind mit dem Fasermarker lustige Gesichter auf hartgekochte Eier gemalt. Die für deine natürliche Osterdeko gebastelten Eier kannst du anschließend beliebig mit kleinen Hütchen aus Papier und anderen Dekoelementen verzieren.

Naturnah

Osterdeko mit Ostereierfärben
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So schmeckt das Osterfrühstück doch gleich viel besser: Zwiebelschalen, Currypulver, Rotkohl, Beeren, Spinat und Rote Beete sind tolle Alternativen für das Färben von hartgekochten Eiern mal ganz ohne chemische Zusätze. Als Gefäße für die in Wasser gelösten Zutaten kannst du größere Marmeladen- oder Einmachgläser verwenden. Darin haben die Eier genügend Platz, um mühelos mit dem Esslöffel eingelegt und wieder herausgenommen zu werden.

daheim.de-Tipp: Die Eier zur Vorbereitung mit Essig abreiben. So wird die Schale aufgeraut und kann die Farben besser aufnehmen. Damit deine selbst gefertigten Prachtstücke nach dem Trocknen schön glänzen, kannst du sie vorsichtig mit ein wenig Butter oder Öl abreiben.

Mustergültig

Ostereier beim Färben mit Zwiebelwasser
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Wem einfach nur bunt eingefärbte Ostereier zu langweilig sind, der kann mit Blättern, Gräsern, Blüten oder Farn tolle Effekte erzielen. Dazu legst du einfach das gewünschte Motiv auf das Ei und steckst es anschließend in einen Perlon- oder Nylonstrumpf, den du danach fest verknotest, damit nichts verrutschen und keine Flüssigkeit unter das Motiv laufen kann.

Umwickelt & umgarnt

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Alte Garn- oder Stoffreste eignen sich ebenfalls für die Verzierung von Ostereiern. Diese einfach mit ein wenig Fingerspitzengefühl um das Ei wickeln, den ausgewählten Stoff zuvor in dünne Streifen schneiden. Die Enden fixierst du mit einem Tropfen Klebstoff oder einer sehr kleinen bzw. gekürzten Stecknadel. Das fertige Modell deiner natürlichen Osterdeko kannst du nach Belieben mit Knöpfen oder Dekobändern verschönern.

Lesestoff

Ostereier in Zeitungspapier
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Eine tolle Upcycling-Idee sind in Zeitungsreste eingewickelte Ostereier. Darum wickelst du kurzerhand ein Stück Kordel, das zur Schleife gebunden wird, und schon erfüllt die alte Gazette einen neuen, sehr umweltfreundlichen Zweck.

Süßer Puschelhase

Osterei mit Packpapier in Hasenform
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Auch mit braunem Packpapier kannst du den Öko-Look deiner natürlichen Osterdeko unterstreichen. Dazu einfach ein kleines Ei aus Papier formen, die Enden zu Ohren auffächern und alles mit Draht oder Kordel fixieren. Den niedlichen Puschelschwanz erhält dein Dekohase durch ein Stück Watte, das du zuvor zu einer kleinen Kugel gedreht hast.

NEST

Am Ostersonntag werden traditionell bunte Ostereier in Nestern oder kleinen Körben versteckt. Sicher hast du dich auch schon mal gefragt, woher dieser Brauch eigentlich kommt. Bis heute ranken sich zahlreiche Mythen zur Tradition des Eiersuchens. Einer davon lautet, dass die Menschen damals die Frühlingsgöttin Ostara ehren wollten und deshalb Eier verschenkt haben. Diese gelten von jeher als Zeichen der Fruchtbarkeit. Weil der Kirche dieser Brauch jedoch missfiel, wurde er schnell wieder verboten, was zur Folge hatte, dass die Eier nun heimlich verschenkt, also in Körben oder kleinen Nestern versteckt wurden. Aber egal, woher dieser Brauch auch stammen mag – bis heute gibt es viele tolle Ideen für die kleinen Verstecke. Hier eine dekorative Auswahl:

Eingetopft

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Eine schöne Idee für Mini-Osternester sind kleine Pflanztöpfe, die du nach Belieben mit Stroh, Federn und kleinen Blüten auskleiden kannst, bevor sich deine Ostereier darin niederlassen und die natürliche Osterdeko komplett machen.

Grüne Hülle

Osterdeko mit Ostereiern, Moos und Federn im Osternest
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Moos gehört zu den Klassikern der Osterdekoration und eignet sich hervorragend zum Auspolstern von Nestern oder als Unterlage für gelegte Kränze. Wichtig: Moos darf nur in kleinen Mengen aus der Natur entnommen werden, da einige Moose zu den geschützten Arten in Deutschland gehören. Am besten, du kaufst es direkt beim Floristen oder im Gartenfachhandel, da diese grünen Polster extra für den Dekobedarf hergestellt werden.

Federkleid

Osterdeko mit Osternest und Federn
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Sanft gebettet auf weichen Daunen – gibt es einen schöneren Liegeplatz für Ostereier? Das Suchen findet hier allerdings schon vorab im Wald statt, wenn du beim Wandern mit der Familie nach verlorenen Vogelfedern Ausschau hältst.

Gut behütet

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Wer sagt denn, dass ein Strohhut nur im Sommer praktisch ist? Auch im Frühjahr leistet er als raffiniertes Nest gute Dienste und macht die natürliche Osterdeko perfekt.

Pastaversteck

Osterdeko mit Osternestern aus Pasta
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Mit Essen spielt man nicht – deshalb wird die Spinatpasta kurzerhand an ein paar Eier als hübsche Verpackung ausgeliehen. Danach kannst du sie problemlos in der Küche zu leckeren Gerichten weiterverarbeiten. Na dann: Guten Appetit!

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