Mein neuer Gemüsegarten

Zuhause Gemüse ziehen

Gemüse und Gartenwerkzeug
© Alexander Raths/Shutterstock.com

Was braucht es, um eigenes Gemüse ziehen zu können? Ihr meint, einen Garten oder einen Balkon? Falsch. Alles, was ihr dazu braucht, ist ein Fenster, keimendes Saatgut, einen großen Pflanztopf und viel Wasser. Wir zeigen euch, wie ihr in jedem Daheim zur Gärtnerin oder zum Gärtner werden könnt.

Tomatenpflanze in Obstkiste mit blau weißer Gießkanne
© Hans Geel/Shutterstock.com

Gemüseanzucht für Anfänger

Na klar: Am einfachsten ist das Gärtnern natürlich, wenn ihr zu den Glücklichen gehört, die einen eigenen Garten besitzen. Aber auch alle anderen müssen auf den Genuss der eigenen Ernte nicht verzichten. Beginnen müssen nämlich alle – egal ob Garten-, Balkon-, oder Fensterbesitzer – auf die gleiche Art und Weise. Mit der Anzucht. Die ist bei vielen Gemüsesorten durchaus ratsam. Dazu gehören etwa Tomate, Gurke, Aubergine oder Paprika. Da die Temperaturen im Frühling erst ab Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorüber sind, warm genug sind, um sie nach draußen zu bringen, bereitet man die Pflänzchen, die später leckere Früchte tragen sollen, innen auf die Gartensaison vor.

Zum Anziehen benötigst du:

  • gute Samen – am besten in Bio-Qualität
  • Anzuchterde
  • Anzuchttöpfchen (du musst dir nicht unbedingt welche kaufen, auch Eierkartons leisten dabei hervorragende Dienste)
Setzlinge und Pflanztopf
© Ulrike Herzog/daheim.de

Pflanzen brauchen Wärme

Gib etwas Erde in die Töpfchen und setze pro Topf zwei bis drei Samen in eine Mulde. Die Erde etwas andrücken und durchdringend gießen. Durch den Karton dringt Wasser, deshalb solltest du die Anzuchttöpfe zusätzlich in eine Schale oder auf eine Folie stellen und an einem warmen, hellen Ort, am besten vor einem Südfenster, positionieren. Eine weitere, weitaus attraktivere Möglichkeit sind kleine Gewächshäuser, die gerade total im Trend liegen. Sie schaffen durch ihre Verglasung ein tropisches, feuchtes Klima und lassen deine Samen noch schneller zu starken Pflanzen wachsen.

Beobachte deine sprießenden Pflänzchen sorgfältig. Wenn die Erde trocken ist, gut wässern. Sobald die Setzlinge groß genug sind und falls in einem Topf mehrere gekeimt haben, musst du sie vereinzeln. Dazu ziehst du mit Essstäbchen oder einer Pikierzange die kleinen Gewächse samt Wurzel vorsichtig aus dem Topf und setzt sie in einen größeren Topf mit Pflanzerde. Dazu eignen sich Kunststoffgefäße wie jene, in denen du im Supermarkt Kräuter kaufen kannst oder du besorgst dir hübsche aus Steingut oder Terrakotta. Weiterhin regelmäßig gießen, bis aus ihnen kräftige Pflanzen geworden sind. Nun dürfen sie ihren Weg ins Beet oder den Kübel antreten.

Gemüse ziehen: innen und außen

Keine Frage: Am besten gedeiht Gemüse im Beet. Dort bekommen sie ihre Nährstoffe direkt aus der Erde und brauchen nicht so oft gegossen zu werden wie im Topf. Optimal für Outdoor-Gärtner sind übrigens Hochbeete: Sie erleichtern dir die Arbeit, weil du dich nicht ständig bücken müsst, außerdem kommen Schädlinge wie Schnecken oder Läuse weitaus schlechter an deine Pflanzen – somit fällt auch deine Ernte reicher aus. Wer aber keine Möglichkeit hat, Gemüse in einem Garten zu ziehen, kann die Früchte seiner Arbeit auch aus dem Kübel ernten.

Gurkenpflanze
© Ulrike Herzog/daheim.de

Am besten eignen sich Töpfe aus Steingut oder Terrakotta, um deine Pflanzen zu prächtigem Gemüse heranreifen zu lassen. Sie sind stabiler, zudem atmet das Material und gibt Feuchtigkeit besser ab. Apropos Feuchtigkeit: Suche dir unbedingt ein Gefäß, das am Boden ein Loch hat und einen passenden Untersetzer dazu. So verhinderst du Staunässe, die auf lange Frist den Tod für fast alle Pflanzen bedeutet. Stelle deine Töpfe an einen warmen und geschützten Ort. Einige Gewächse, wie etwa Tomaten, bevorzugen einen Platz im Halbschatten, sonst verbrennt die heiße Sommersonne ihre Blätter.

Zucchini in Schale auf Holzboden
© Diana Taliun/Shutterstock.com

Einige, aber nicht alle Gemüsesorten, kannst du komplett in deiner Wohnung anbauen. Optimal eignen sich dazu verschiedene Salate oder Radieschen. Schwieriger wird es bei Tomaten oder Auberginen, schließlich fehlen ihnen die Bienen zum Bestäuben. Wenn du kräftig an den Pflänzchen rüttelst oder mit einem Pinsel über die Pollen streichst, kann es aber auch Indoor funktionieren. Achte nur darauf, dass sie genug Licht und Wärme abbekommen.

Ich wünsche euch ein gutes Gartenjahr und eine reiche Ernte – innen oder außen!

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