Umziehen leicht gemacht

Gut organisiert ins neue Daheim

Umzugskartons mit Hocker und Pflanze
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Es ist mal wieder soweit: Ich ziehe um. Allein das Wort Umzug lässt vielen die Haare zu Berge stehen. Sie verbinden es mit purem Chaos, sich auftürmenden Umzugskartons, unübersichtlichen Checklisten und jeder Menge Organisation. Mir ging es da lange nicht anders. Mittlerweile bin ich allerdings Umzugsprofi und weiß, wie ich meinen Wohnungswechsel organisieren muss. Das ist einfacher als man denkt und bedarf eigentlich nur eines treuen Begleiters: der Checkliste.

Was mich zur Expertin in Sachen Umzug gemacht hat? Ganz einfach: die Erfahrung. Learning by doing lautet das Motto beim Räumen, Packen und Sortieren. Ich habe in meinem Leben schon häufiger als zehnmal das Zuhause gewechselt – manchmal mehr, manchmal weniger freiwillig. Während des Studiums zog ich von einer düsteren Studentenbude im Keller in eine lichtdurchflutete WG und dann in die erste eigene Wohnung mit meinem Freund. Zusammen wechselten wir von der Stadt ins Dorf und wieder zurück, weil unsere Vermieter den Mietvertrag wegen Eigenbedarfs gekündigt hatten. Und nun soll der Weg unseres Umzugstransporters zum allerersten Mal vor einem Haus enden.

To Do Liste auf Block
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Organisation ist alles

Der Umzug in ein Haus ist eine große Sache. Doch ich fühle mich sehr gut vorbereitet. Alle Listen liegen vor mir, die Umzugskisten sind organisiert, die Helfer zusammengetrommelt, das Budget und der Zeitplan stehen. Dass ich bereits einige Tage vor dem Umzugstermin soweit bin, liegt vor allem an dem straffen Zeitmanagement, das ich mir von Anfang an selbst auferlegt hatte. Denn auch das zeigt die Erfahrung: Erledigt man alles auf einmal und im Panikmodus, vergisst man vieles oder bringt es durcheinander. Und schon befindet man sich mitten im Chaos, das man doch eigentlich vermeiden wollte. Deshalb ratterte es direkt in meinem Kopf los, kaum dass wir den Zuschlag zu unserem neuen Daheim erhalten hatten. Was war also zu tun?

 Umziehen mit Zeitplan

Verschiedene Uhren an Backsteinwand
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Priorität Nummer eins auf der Checkliste sollten immer jene Aufgaben haben, für die es eine offizielle Frist gibt. Dazu gehören: alten Mietvertrag, Stromanschluss, Internet- und Telefonanschluss kündigen. Die meisten Mietverträge haben eine Kündigungsfrist von drei Monaten und können im Normalfall zum 1. oder 15. eines Monats beendet werden. Dasselbe gilt für Telefonanbieter. Hier ist allerdings Vorsicht geboten! Manche Firmen tricksen gerne und lassen die Frist erst mit dem Auszugstermin beginnen, selbst wenn man sie über diesen frühzeitig in Kenntnis setzt. So ist es mir dieses Mal passiert. Kann der Anbieter am neuen Wohnort den Vertrag nicht erfüllen, weil er dort zum Beispiel nicht tätig ist, muss man eventuell einige Monate doppelt zahlen. Sehr ärgerlich, aber leider gesetzlich erlaubt – ich habe mich informiert, geärgert und damit abgefunden. Steht der grobe Zeitplan erst einmal, kann es an die Feinheiten der Umzugsplanung gehen.

Vor dem Umzug ist Reden Gold

Mit der Erledigung aller Fristsachen läutete ich Phase 2 auf meiner Checkliste ein. Hier gilt: Kommunikation ist alles. Mit dem Vermieter sprechen, ob und wann Verschönerungsarbeiten erledigt werden sollen, sowie den Zeitpunkt für die Übergabe festlegen. Willst du vielleicht schon vor Ablauf der Kündigungsfrist umziehen? Am besten ohne ein oder mehrere Monate doppelte Miete zu zahlen? Dann ist nun ebenfalls der richtige Moment, ein freundliches Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. Weil wir einen netten Vermieter haben, kam er uns entgegen und begann früher als nötig mit der Suche nach einem Nachmieter. Ein guter Kontakt zum Miet-Nachfolger brachte auch Vorteile. Was ich im neuen Daheim nicht brauchen kann, übernimmt dieser gerne und bekommt es dafür zu einem fairen Preis. In unserem Fall sogar mit Mengenrabatt, weil es sich um viele kleine Teile wie Lampen, Rollos und Hocker handelt – so spare ich mir zusätzlichen Aufwand und Nerven, weil die Fahrt zum Wertstoffhof oder das Schalten einer Anzeige entfällt. Am leichtesten fiel mir meine letzte Anlaufstelle: Freunde und Familie. Sie freuen sich mit uns über ein neues, größeres Zuhause und bieten direkt ihre Hilfe beim Umzug an. Die Angebote nehme ich natürlich gerne an. Ich teile sie direkt in drei Teams ein: die Monteure, die Schlepper und die Putz-Crew. Durch die im Voraus geklärte Arbeitsteilung geht es am Tag des Umzugs schneller und reibungsloser.

Umzugskartons und Staubsauger
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Schritt für Schritt ins neue Daheim

Bevor es endgültig losgeht, kommt der trockene Teil der Organisation und Punkt 3 auf der Checkliste. Ich schreibe gleich mehrere To-Do-Listen und arbeite sie Schritt für Schritt ab: Transporter buchen, Umzugskartons organisieren, Wandfarbe kaufen. Außerdem lege ich nun einen detaillierten Zeitplan für die heiße Phase an. Wann beginne ich mit dem Packen? Was kann früh in die Kiste, was benötige ich bis zuletzt? Wann erinnere ich noch einmal alle Umzugshelfer an ihren Einsatz? Wann besorge ich Snacks und Getränke für alle? Wann muss der Transporter abgeholt werden? Wann werden die Wände gestrichen und wie lange brauchen sie, um zu trocknen?

Hinter alle diese Punkte konnte ich bereits einen Haken setzen. Bald legen wir los. Doch trotz meiner akribischen Vorbereitung bin ich nervös. Da wären wir wieder bei meiner Erfahrung mit Umzügen: Irgendetwas geht immer schief. Ob etwas nicht funktioniert hat und was das war, erfahrt ihr hier in Kürze. Toi, toi, toi!

Umzugskartons
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