Sechs Tipps fürs Zusammenziehen

Die erste gemeinsame Wohnung

Schlüsselbrett an beiger Wand mit Schlüsseln
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Die erste gemeinsame Wohnung als Paar – eigentlich ein Grund zur Freude. Aber das Zusammenziehen wirft unweigerlich auch jede Menge Fragen auf, über die vorab gesprochen werden sollte: Was gefällt dem Anderen? Wie lassen sich zwei Einrichtungsgeschmäcker kombinieren? Und was passiert mit all den Möbeln aus den bisherigen Wohnungen? Der Umzug in die gemeinsame Wohnung ist ein ganzes Stück Arbeit – aber eine Arbeit, die sich lohnt.

Damit die Umstellung auf das neue, gemeinsame Heim möglichst harmonisch abläuft, gibt es hier sieben Tipps für vor, während und nach dem Umzug:

1. Kompromisse finden

braune Lederliege und lila Boxspringbett
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Das A und O des Zusammenziehens ist es, Kompromisse zu finden. Geschmäcker sind schließlich verschieden. Aber gerade das macht das Zusammenlegen zweier Haushalte ja so spannend, denn am Ende kommt euer gemeinsamer Stil zum Tragen. Seid offen für die Ideen und Wünsche des Anderen, aber akzeptiert auch, wenn dem Partner etwas gar nicht gefällt. Wenn’s kriselt, erinnert euch daran, dass die erste gemeinsame Wohnung etwas Schönes ist und nicht Streitthema Nummer Eins sein sollte. Am Ende bleibt immer noch der klassische Deal: Die Kissen mit Blumenbezug dürfen einziehen, im Gegenzug darf das Filmplakat an die Wand. Wer sich gar nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen kann, dem bleibt die Option, die Zimmer aufzuteilen. Während der eine das Schlafzimmer einrichten darf, darf sich der andere im Wohnzimmer austoben.

2. Arbeitsteilung

Der eine Partner ist handwerklich begabt, der andere eher ein Organisationsgenie? Der eine hat einen guten Blick für Farben, der andere einen grünen Daumen? Macht euch bewusst, wo eure Kompetenzen liegen und habt keine Angst davor, die Arbeit unter euch aufzuteilen. Eine kurze Rücksprache schadet natürlich nie, aber verabschiedet euch von dem Gedanken, dass ihr jeden Schritt des Umzugs gemeinsam gehen müsst. Der Ausflug in den Baumarkt kann gut von einer Person alleine erledigt werden, genauso wie Absprachen mit Vermieter, Stadtwerken und Co. Das spart Zeit und Nerven.

3. Lasst euch Zeit

Natürlich seid ihr motiviert, eure neue Wohnung möglichst schnell möglichst wohnlich zu gestalten. Und natürlich braucht ihr gewisse Möbelstücke gleich zu Beginn. Aber lasst euch nicht dazu hinreißen, alles auf einmal zu wollen. Ein komplettes Einrichtungskonzept bis hin zu Teppich und Wanddeko in kürzester Zeit aus dem Boden zu stampfen, artet in zeitlichen, finanziellen und vermutlich auch zwischenmenschlichen Stress aus. Vor allem aber nehmt ihr euch durch voreilige Entscheidungen selbst die Möglichkeit, gemeinsame Lieblingsstücke zu finden. Besser: Gestaltet eure Wohnung nach und nach. Ergänzt sie mit Stücken, die euch wirklich gefallen, statt mit Möbeln, die ihr besorgt habt, nur um ein Häkchen auf die To-Do-Liste setzen zu können.

4. Guter Schlaf ist die halbe Miete

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Wer kennt es nicht – eine miese Nacht wirkt sich leider viel zu direkt auf die Laune am nächsten Morgen aus. Da ihr jetzt nicht mehr alleine wohnt, lohnt sich die Investition in eine gute Nachtruhe also erst recht. Gute Matratzen und ein ordentlicher Lattenrost sind zwar meist nicht günstig, aber hier ist es sinnvoll, das nötige Geld in die Hand zu nehmen. Da jeder Körper anders ist, sollte die alte Matratze aus einer eurer alten Wohnungen nur eine Übergangslösung sein. Schließlich müsst ihr beide gut schlafen können.

5. Wohin mit den alten Möbeln?

Wenn zwei Haushalte zusammengelegt werden, stellt sich schnell die Frage, wie und wo ihr die doppelten Stücke loswerden könnt. Eine zweite Couch, Balkongarnitur oder Waschmaschine braucht ihr schließlich nicht. Hier lohnt es sich doppelt, eine kleine Bestandsaufnahme zu machen – finanziell und räumlich gesehen. Was wollt ihr behalten? Was soll weg? Was macht logisch betrachtet am meisten Sinn? Was ist ein absolutes Lieblingsstück? Die Teile, die ihr nicht mit in die neue Wohnung nehmen wollt, könnt ihr ganz einfach über Kleinanzeigen oder im Zeitungsflohmarkt inserieren. Viele Leute sind dankbar für die Möglichkeit, günstig an gebrauchte Möbel zu kommen. Das schafft Platz bei euch, weniger Schlepperei beim Umzug und Kleingeld für die gemeinsame Spardose. Das so gesparte Geld könnt ihr dann in neue, gemeinsame Lieblingsstücke investieren.

6. Den Haushalt planen

Frau gießt Blumen
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Klingt nach WG, hilft aber auch in der Pärchen-Wohnung – der gute, alte Putzplan. Die Ansprüche an den Haushalt, aber auch die Wahrnehmungen des Zustands der Wohnung können weit auseinandergehen. Darum hilft es, zu Beginn des Zusammenlebens darüber zu sprechen, was getan werden muss und klare Aufgaben zu verteilen. So ist einer zuständig für die Entsorgung des Altglases, der andere für’s Blumengießen. Und schon ist wieder ein Streitthema aus der Welt geschafft.

 

Mit diesen Tipps bleibt die Vorfreude auf das Zusammenziehen in das neue, gemeinsame Daheim hoffentlich erhalten.

 

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