Raumteiler: ein Zimmer, viele Funktionen

Kreative Trennung

Offenes Holzregal als Raumtrenner im Wohnzimmer
© daheim.de

Raumteiler, oder auch Raumtrenner, leisten hervorragende Dienste und sind außerdem in zahlreichen Varianten umsetzbar. Vor allem in städtischen Regionen, wo Wohnraum knapp ist, stellen Ein- oder Zweizimmer-Apartments die Bewohner oft vor die Herausforderung, verschiedene Bereiche einer Wohnung in ein und demselben Raum unterbringen zu müssen. Eine sinnvolle Gliederung des kleinen, aber feinen Daheims ist das A und O.

Regale – Stauraum und Raumteiler in einem

Regale ohne Rückwand eignen sich perfekt, um sie frei im Raum zu stellen und so verschiedene Bereiche, wie zum Beispiel Wohn- und Schlafbereich oder Koch- und Essbereich, optisch deutlich voneinander zu trennen. Modelle aus Holz sorgen für eine warme und natürliche Wohnatmosphäre, schlichte Regale aus Metall ergänzen hervorragend den modernen Industriestil. Diese Lösung ist nicht nur einfach und, je nach Regal, recht günstig, sondern lässt sich auch perfekt individualisieren. Bücher, Vasen, Pflanzen, Schuhe, Lampen – erlaubt ist, was gefällt, um dem Regal-Raumteiler den persönlichen Stempel aufzudrücken. Ein paar Kleinigkeiten solltest du dabei allerdings beachten:

  • Die Größe des Regals sollte der Raumhöhe und -größe angepasst sein, um nicht zu wuchtig zu wirken. Zwischen Regal und Zimmerdecke sollte also noch genügend Platz bleiben, damit kleine und niedrige Räume nicht erdrückend wirken.
  • Platziert man das Regal völlig frei im Raum, verleiht man ihm am besten durch ein weiteres Möbelstück, zum Beispiel einem Sofa oder einem Schreibtisch, die unmittelbar davor gestellt werden, optisch Halt.
  • Regale mit vielen Fächern verleiten oft dazu, dort viel zu verstauen. Um den luftigen Effekt eines nach beiden Seiten offenen Regals zu erhalten, bestückt man einfach jedes Fach mit unterschiedlichen Dingen in verschiedenen Formen: eines mit Büchern, eines mit einer Vase, eines mit einem Korb. Boxen und Einsätze, die ganze Regalfächer ausfüllen, setzt man am besten nur in der unteren Reihe ein oder verteilt sie asymmetrisch, um das Regal nicht wie eine Wand wirken zu lassen.
  • Metallregale, die den Koch- vom Wohn- oder Essbereich trennen, lassen sich gut reinigen. Bestückt man sie mit Obst- oder Weinkisten aus Holz, unterstreicht man den Industrie-Look und schafft zugleich Stauraum für allerlei Küchenaccessoires oder Vorräte.
  • Pflanzen können entweder im oder auf dem Regal platziert werden und strahlen noch mehr Natürlichkeit aus.

Idee: Stellt man in jedes Regalfach eine Pflanze, erhält man im Handumdrehen einen dekorativen „grünen“ Raumteiler.

Regale, welche als Raumteiler fungieren, ©daheim.de
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Möbel und Accessoires zur optischen Trennung einsetzen

 Auch wenn Regale die am naheliegendste und häufigste Raumteiler-Lösung darstellen, erfüllen auch andere Möbelstücke wie etwa Lowboards, Sofas oder Schreibtische diesen Zweck hervorragend. Geschickt platziert, grenzen sie verschiedene Nutzungsbereiche zwar nicht räumlich, aber optisch und unaufdringlich voneinander ab. Man sollte allerdings darauf achten, dass das Mobiliar dafür geeignet ist, frei im Raum zu stehen – soll heißen, dass auch die Rückseite beispielsweise mit dem jeweiligen Bezugstoff versehen bzw. nicht aus Sperrholz gefertigt oder unlackiert ist. Als Raumteiler „light“ fungiert zum Beispiel eine Reihe von cleanen Pendelleuchten, die mit geringem Abstand an einem Deckenbalken oder eigens dafür aufgehängten Ast befestigt werden. Auch groß gewachsene Zimmerpflanzen wie Monstera, Ficus, Philodendron oder Zamioculcas übernehmen diese Aufgabe souverän und dekorativ.

Schreibtische und Sideboards als Raumtrenner, ©daheim.de
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Do-it-yourself-Raumtrenner

 Wem die Möbel-Variante noch nicht ausreichend ist und wer etwas handwerkliches Geschick mitbringt, der kann sich mithilfe von Deckenschienen und Schiebegardinen einen auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Raumteiler schaffen. Diese Variante, die für mehr Privatsphäre sorgt, eignet sich bestens zum Abtrennen des Schlaf- vom Wohnbereich oder zaubert im Handumdrehen ein kleines Gäste- in ein Wohnzimmer. Fortgeschrittene Heimwerker können sich an einem Raumtrenner aus alten Fenstern versuchen, die so an- und aufeinander befestigt werden, dass eine Art Glaswand entsteht. Mit einem frischen Anstrich versehen, wird daraus ein einzigartiger Raumteiler, der die Herzen aller Vintage-Fans ganz bestimmt höherschlagen lässt. Eine dritte Möglichkeit für kreative Selbermacher ist die Variante aus Europaletten, die nach Lust und Laune zu einer Sichtbarriere zusammengestellt und anschließend lackiert oder beispielsweise naturbelassen mit Pflanzen dekoriert werden.

Holzbalken mit Lampen umwickelt, an der Decke hängend, ©Shutterstock.com/happydancing
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