Einrichten leicht gemacht

Gut organisiert ins neue Daheim - Teil 2

Leere Wohnung mit Balkontüren und Fischgrätparkett
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Nach dem Umziehen ist vor dem Einrichten: Wie ihr ja aus Teil 1 meiner Umzugs-Homestory wisst, bin ich ja kürzlich umgezogen. Nun ist der Umzug geschafft und ich kann beginnen, Ordnung ins Chaos zu bringen. Dazu gehört das Auspacken von Kisten, das Einsortieren ihrer Inhalte, das Zurechtrücken von Möbeln und zu guter Letzt: das Schaffen von Gemütlichkeit.

Manchmal zahlt es sich doch aus, die Dinge genau zu nehmen. Dank meiner etwas peniblen Neigung, vor einem Umzug jede Menge To-Do-Listen zu schreiben, konnte ich einen guten Überblick behalten, als es ans Räumen und Packen ging. Kein Arbeitsschritt wurde vergessen, es wurden keine Möbel und keine Kisten schwer beschädigt und die Wohnungsübergabe klappte dank meines vorher festgelegten Zeitplans ebenfalls reibungslos.

Einzug ohne Chaos

Ist dann endlich alles im frischen Zuhause angekommen, gibt es für mich meist einen ersten Schreckensmoment: Besitze ich wirklich all diese Dinge? Wie soll ich die jemals wieder verstaut kriegen? Kurz danach überkommt mich aber immer ein Glücksgefühl, das sich am besten durch das etwas abgedroschene Sprichwort „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ ausdrücken lässt. Ist es nicht wunderbar, sich einen neuen, leeren Raum ganz zu eigen zu machen und daraus ein wohnliches kleines Zauberreich zu schaffen?

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Deshalb stürze ich mich immer wieder voller Tatendrang auf den Berg aus Umzugskartons. Mein Trick: Bereits beim Umzug werden alle Kisten in das Zimmer gestellt, in dem die Dinge darin letztendlich auch landen sollen. Das ist der erste Schritt, um das Chaos etwas einzudämmen. Ich suche mir außerdem eine Ecke, in der sie so wenig wie möglich stören. Dort beginne ich mit dem Auspacken und kann den übrigen Teil des Raumes bequem einrichten.

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Zudem stelle ich mir mindestens zwei leere Kisten bereit, in die ich Dinge werfe, die ich nicht mehr brauche. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zwei Phasen des Ausmistens gibt: eine vor dem Umzug und eine nach dem Umzug. Erst wenn man seine neue Bleibe tatsächlich bezogen hat, lässt sich vernünftig beurteilen, was dort Platz hat und wirklich hineinpasst. Darum landet in Kiste 1 alles, was ich dennoch behalten will, weil es Erinnerungswert hat oder irgendwann noch einmal nützlich sein könnte. Diese darf dann gut beschriftet in den Keller oder auf den Dachboden. In Kiste 2 kommen Gegenstände, denen ich endgültig Adieu sagen möchte. Diese darf mich dann in naher Zukunft auf den Wertstoffhof oder zum Flohmarkt begleiten. Kaputt Gegangenes landet im Abfall.

DIY-Projekt dank Umzugsdellen

Apropos kaputt: nicht jede Macke muss gleich das endgültige Aus bedeuten. Einen kleinen Wermutstropfen musste ich nämlich trotz meines sorgfältig geplanten Umzugs verzeichnen. Beim Beladen des Umzugstransporters bekam mein Esstisch aus Massivholz einen langen, tiefen Kratzer ab. Merke: Beim nächsten Umzug erhält meine To-Do-Liste für Besorgungen einen weiteren Punkt – nämlich Transportfolie, um empfindliche Möbelstücke vor Beschädigungen zu schützen.

Gleichzeitig ergab sich durch den Kratzer ein neues Do-it-yourself-Projekt für mich: die Ausbesserung und Aufhübschung des Esstischs. Vorerst decke ich den Makel mit einer Tischdecke ab. Weil ich Decken aber nur zu festlichen Anlässen auflege und den Anblick einer schönen Holzplatte sehr zu schätzen weiß, muss meine Schleifmaschine bald ran. Mein Plan: die Tischplatte abschleifen, bis der Kratzer nicht mehr zu sehen ist und diese anschließend mit Öl einlassen. Vielleicht lasse ich das Öl aber auch weg, denn ich mag es, wenn unbehandeltes Holz mit der Zeit eine Patina entwickelt.

Einrichtungskonzept: so geht’s ganz easy

Neue Projekte ergeben sich nach einem Umzug fast automatisch. Das liegt beinahe in der Natur der Sache. Nur selten zieht man in ein neues Daheim, dessen Grundriss mit dem des alten kompatibel ist. Das heißt: ein anderes Einrichtungskonzept muss her. Wie das gelingt? Mit einem Plan. Überlege dir zuallererst, welche Funktion jeder Raum erfüllen soll. Welche deiner vorhandenen Möbel werden diesem Zweck gerecht? Vielleicht hast du ja ein Lieblingsstück – bei mir ist es mein antiker Buffetschrank – das du besonders in Szene setzen möchtest? Dann gib ihm Raum zu wirken und positioniere es so, dass es beim Betreten des Raumes sofort auffällt.

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In meiner vorherigen Wohnung fristete mein Buffet leider ein Schattendasein. Aus einem einfachen Grund: Ich hatte zu wenig Platz. Diesmal will ich es besser machen und habe vor, es an eine lange Wand zu stellen, die gleich von zwei Seiten Tageslicht bekommt. Dort kann es hoffentlich wortwörtlich strahlen und eine perfekte Präsentationsfläche für meine attraktivsten Zimmerpflanzen bilden. Ob mir das gelingt und wie man sich schnell in einem neuen Daheim wohlfühlen kann, erzähle ich euch beim nächsten Mal!

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