Gemeinsam einrichten: 4 Tipps für die WG-Wohnung

So gelingt der Start ins WG-Leben

Esszimmer mit Esstisch und vier weißen Stühlen
© daheim.de

   Das Zusammenziehen in eine neue Wohngemeinschaft ist spannend und herausfordernd zugleich. Egal, ob man mit Freunden oder Unbekannten zusammenzieht, mit nur einer Person oder einer ganzen Gruppe, ob man eine neue WG gründet oder in eine bestehende einzieht. Anders als beim Zusammenziehen mit dem Partner ist die WG ein Ort, an dem oft noch mehr Kompromisse gemacht werden müssen. Ein Ort, der gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten und Gemeinschaftsflächen bieten muss. Einer, der meist temporär ist. Und ein Ort, der Spielraum für Einrichtungsexperimente gibt.

Damit das Zusammenziehen und das WG-Leben so reibungslos wie möglich laufen, haben wir hier vier Wohn-Tipps für euch.

1. Persönlicher Stauraum

Das Organisatorische zuerst! Je größer die Wohngemeinschaft, desto wichtiger ist es, in den Gemeinschaftsbereichen Stauraum zu schaffen und diesen fair auf die WG-Bewohner aufzuteilen. Das fixe Aufteilen von Fächern, Haken und Schubladen mag zwar zunächst übertrieben erscheinen, erspart aber eine Menge Frust und Diskussion.

  • Los geht es im Eingangsbereich. Hier hilft ein einfaches, hohes Regal, dessen Fächer auf die Mitbewohner aufgeteilt werden, um Schuhchaos im Keim zu ersticken. Ein bis zwei Wandhaken pro Person vermeiden Jackenberge hinter der Tür.
  • Im Bad sollte dafür gesorgt werden, dass jeder Mitbewohner ein eigenes Fach für Pflegeprodukte, sowie einen Ort für sein nasses Handtuch hat. Wie wäre es mit einer einfachen Holzleiter, über deren Sprossen die benutzten Handtücher gehängt werden können? Und Hängeregalen über Kopfhöhe, falls die Quadratmeter nicht für einen Schrank reichen?
  • Die WG-Küche ist ein häufiger Streitfaktor. Schließlich möchte niemand am Sonntag ohne die fest eingeplanten Eier dastehen. Deshalb: eigene Fächer für jeden Mitbewohner – sowohl im Kühlschrank, als auch im Küchenschrank. Die Fächer könnt ihr mit einem Labelmaker einfach mit euren Namen beschriften. Wenn noch genug Platz da ist, ist ein Gemeinschaftsfach eine schöne Idee. Alles, was für die Allgemeinheit zum Verzehr freigegeben ist, kann dann ganz einfach in das Gemeinschaftsfach wandern. So profitiert dann auch der Mitbewohner davon, wenn mal wieder zu viele Nudeln gekocht wurden.

2. Gemeinschaftsflächen einrichten

Sofa mit Kissen und Lampe
© daheim.de

Ihr gehört zu den glücklichen WG-Bewohnern, die über gemeinsame Wohnflächen jenseits von Küche und Bad verfügen? Oft stellt sich die Frage nach der Einrichtung gar nicht, weil die Möbel vorheriger WG-Bewohner sowie eigene Möbel eine Nutzung des Raumes mehr oder weniger vorschreiben. Wer flexibler ist, kann folgende Tipps übernehmen:

  • Wenn genug Platz da ist, ist es eine schöne Idee, den Raum in Ess- und Wohnbereich zu unterteilen. Ein offenes Regal als Raumtrenner schafft zusätzlichen Stauraum.
  • Bei der Wahl des Esstischs sollte darauf geachtet werden, dass sich der Tisch ausziehen und damit vergrößern lässt. So finden alle Mitbewohner und Besucher einen Platz bei großen Kochabenden. Damit auch alle einen Sitzplatz haben, eignen sich Klappstühle, die – wenn sie gerade nicht gebraucht werden – einfach hinter der Tür verstaut werden können.
  • Gleiches gilt für das Sofa: Eine ausziehbare Variante ist in einer WG Gold wert. Zum einen, weil so auch Freunde noch ein Plätzchen beim Filmschauen finden können. Zum anderen, weil bei vielen Mitbewohnern auch die Zahl der Übernachtungsgäste steigt.

3. Absprachen treffen

Es liegt eigentlich auf der Hand, aber ohne einen Putzplan hängt der WG-Haussegen schnell schief. Klare Ansagen, wer wann für was zuständig ist, sollten zu Beginn des Zusammenwohnens getroffen und am besten schriftlich festgehalten werden. Mit Magneten am Kühlschrank befestigt, sollte auch niemand mehr vergessen, wann er das Bad zu putzen hat.

4. Rückzugsort schaffen

Sessel mit Lampe
© daheim.de

Klar, das Schöne an einer WG ist das Zusammensein. Man hat immer Gesellschaft, hat jemanden zum Quatschen oder für ein nettes Feierabendbier auch ohne sich vorher groß zu verabreden. Manchmal mag man aber auch einfach mal alleine sein, mit niemandem sprechen müssen oder einfach nur in Ruhe einen Film schauen. Für solche Momente ist es wichtig, dass das eigene WG-Zimmer nicht nur praktisch ist, sondern auch ein gemütlicher Rückzugsort. Ein kleines, privates Wohnzimmer sozusagen.

Eine gemütliche Sitzecke ist das A und O: ein kleines Sofa oder ein bis zwei gemütliche Sessel – oder wenn der Platz gar nicht reicht, eine schöne Tagesdecke und ein paar Kissen, die das Bett zur Sitzecke umfunktionieren. Weitere Kleinigkeiten, die das eigene Zimmer für wenig Geld zu einer persönlichen Entspannungszone machen:

  • indirektes Licht durch Lampen mit Schirm und ein paar hübsche Kerzen
  • ein paar Zimmerpflanzen, die – wenn zu wenig Abstellfläche besteht – auch von der Decke hängend super aussehen
  • verschiedene Textilien und Muster: Wolldecken, Teppiche und unterschiedlich gemusterte Kissenbezüge machen alles gemütlicher.
  • Es muss nicht gleich ein Kunstdruck sein, aber ein schön gerahmtes Poster hilft gegen kahle, kalte Wände.

Mit diesen Tipps läuft das WG-Leben hoffentlich möglichst entspannt und ihr könnt die schönen Seiten des Zusammenwohnens voll und ganz genießen.

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