Willkommen im Flur

So bezwingst du das Chaos-Monster!

Flur mit weißer Sprossenbank und Garderobe
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Eigentlich ist er eine Art Visitenkarte … Doch während man eine Visitenkarte niemals mit einem Eselsohr präsentieren würde, hat ihr Pendant in der Wohnung – der Flur – oft jede Menge „kruscheliger“ Ecken. Die größte Engstelle ist eine „Monster-Herausforderung“ für Architekten und Organisationsgenies. Meist lang, schmal und duster, soll er jeden willkommen heißen und ins Allerheiligste der Wohnung schleusen, und dabei ganz nebenbei die Accessoires des Tages verschlingen, die jedes Familienmitglied so mit hereinbringt. Im günstigsten Fall sind das nur Taschen, Mützen und Mäntel, aber gar nicht so selten Kinderwägen, Rodel, Fußbälle, Badematten … Und „verschlingen“ heißt hier: unsichtbar runterschlucken, aber auf Wunsch sofort wieder herausgeben. Ein guter Flur hat einen guten Magen: Der schafft das!

Garderobe aus Holz im natürlichen Look
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Mehr Platz für den Platz

Grundregel 1: Alles hat seinen festen Platz. Aber dafür muss es natürlich erst einmal Platz geben. Pragmatisch ausgedrückt: Stauraum. Wie wär es also mit einer bequem gepolsterten Sitzbank – ohnehin wichtig zum An- und Auskleiden! –, unter der sich auf einem Regalboden dekorative Schachteln verstauen lassen. Hübsch bestickte oder bemalte Stofftaschen an den Wänden können Handschuhe und Tücher aufnehmen. Tipp: Stelle für jedes Familienmitglied eine eigene Box auf und versehe die Taschen mit den Namen deiner Liebsten. Dann dauert das Suchen nach dem 2. Handschuh nicht mehr ganz so lange … Für Kleinkram wie Schlüssel oder Sonnenbrillen ist ein schmaler Konsolentisch mit Schubladen ideal, der möglichst in der Nähe der Eingangstür montiert wird.

Schuhschrank weiss mit Sitzkissen
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Ziel: Alles, was nicht offen herumliegt, bringt Ruhe in einen Raum. Deshalb ist auch ein geschlossener (Einbau-)Schrank empfehlenswert, um Taschen und sonstige Accessoires aufzunehmen. Auch Mäntel, die nicht direkt in Gebrauch waren, finden hier Platz. Was frisch getragen ist, gehört in den offenen Garderobenteil. Kinderjacken landen bei vielen Familien gern auf dem Boden, weil die Erwachsenen-Kleiderstange für die Kleinen unerreichbar ist. Dagegen helfen Haken auf halber Höhe oder noch besser ein lustiger Ständer: Wie wäre es mit einem Kleiderbaum? Dazu füllst du einen Pflanzkübel mit Kieselsteinen oder Murmeln, steckst knallbunt lackierte Äste hinein und hoffst, dass sie bald Früchte tragen.

Für Schuhe gibt es praktische, schmale Spezialschränke nach jedem Geschmack. Wichtig: Diese sollten auf jeden Fall eine gute Belüftung haben. Wer keinen Platz für einen Schuhschrank hat, sollte versuchen, seine Familie zu disziplinieren und wirklich nur die Schuhe im Eingangsbereich abstellen zu lassen, die aktuell im Einsatz sind. Für alle anderen Schuhe gibt es vielleicht in der Abstellkammer Regalfläche, auf der die Schuhe – ganz einfach auch im Karton –  Platz finden.

Die Farbe gibt den Ton an

Grundregel 2: Helle und freundliche Farben wie Cremeweiß oder Pastelltöne – am besten in der Latex-Variante zum unkomplizierten Abwischen – lassen den Empfang strahlen. Intensivbunte Flächen können dagegen erdrückend wirken, zumal in einem engen Raum. Eine farbige Wand genügt zur Auflockerung, ein großer Spiegel bringt Großzügigkeit ins Spiel und ist im Eingangsbereich unerlässlich. Idealerweise platzierst du ihn so, dass er Tageslicht reflektiert. Wenn du mit Kunstlicht auskommen musst, verteile mehrere kleine Lampen an der Decke, damit die Beleuchtung gleichmäßig gestreut ist. Auch energiesparende LED-Strahler in langer Reihe ergeben eine freundliche, aufgeweckte Lichtstimmung und Atmosphäre. Angenehm!

Grundregel 3: Engpässe erkennen und umschiffen… wo es doch beim morgendlichen Aufbruchsmarathon oft alles andere als fröhlich zugeht. Die Großen drängen, die Kleinen treten in Anziehstreik. Doch unser Flur hat sich ja vom „bösen Monster“ in einen „guten Drachen“ verwandelt und der spuckt nun auch noch wunderbare Ideen aus, die für Aufmunterung sorgen.

Tipp: Klebe mit buntem Gewebeband ein Hüpfraster auf den Boden und nach erfolgreichem Anziehen darf eine Runde gehüpft werden. Auf die gleiche Weise lässt sich auch eine Rennbahnspur zaubern, auf der dann mit Spielzeugautos um die Wette gefahren wird, bevor die ganze Rasselbande das Haus verlässt.

Noch ein Wort zum Boden: Helle Bodenbeläge verleihen optisch Weite, gut geeignet ist ein heller Belag aus Laminat, Fliesen oder PVC, der sich auch mal schnell wischen lässt. Auch ein strapazierfähiger Outdoor-Teppich macht im Eingangsbereich der Wohnung eine überraschend gute Figur. Dass er so herrlich unkompliziert zu reinigen ist, sieht man ihm auf den ersten Blick gar nicht an …

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