Wickelkommoden, Wickeltische & Co.

Oh Baby! Wir bekommen ein Kind (2)

Baby auf Wickeltisch
© DeymosHR / Shutterstock.com

Ein Kind benötigt bis zu seinem 3. Lebensjahr im Schnitt bis zu 6000 Windeln – und diese müssen von jemandem gewechselt werden. Kein Wunder also, dass sich zukünftige Eltern schnell auch mit dem Gedanken beschäftigen müssen, wo der beste Ort zum Wickeln ihres Kindes sein wird. Auch wenn es noch kein komplett eingerichtetes und eigenes Babyzimmer geben wird, gibt es viele praktische Lösungen, einen Wickelplatz in der Wohnung zu integrieren.

Die Höhe macht’s – rückenschonend wickeln

Bei der Auswahl des Wickelplatzes sind ein paar Dinge vorab zu bedenken:

Zum einen solltest du unbedingt auf die Höhe des Wickelplatzes achten. Beide Elternteile sollten das Kind bequem wickeln können ohne sich bücken zu müssen, da sich sonst auf Dauer der Rücken schmerzhaft bemerkbar macht.

Zum anderen sollte der Wickelplatz unbedingt kippsicher und ohne scharfe Kanten sein. Zu Beginn mag der kleine Säugling noch beim Wickeln ruhig auf dem Wickeltisch liegen bleiben, je mobiler die Kleinen aber werden, desto sicherer und stabiler muss der Wickelplatz sein. Genauso wichtig ist es sicherzustellen, dass das Kind nicht vom Tisch herunterrollen bzw. fallen kann.

Alles zur Hand – der Wickelplatz mit Stauraum

Neben diesen essentiellen Punkten sollte ein Wickelplatz genug Stauraum für Windeln, Creme, Feuchttücher und Wechselkleidung besitzen, damit du beim Wickeln alles griffbereit hast und du immer eine Hand zur Sicherheit am Kind belassen kannst. So kann man das Baby entspannt wickeln – und ohne es nur einmal unbeaufsichtigt zu lassen. Um mehr Stauraum zu schaffen, bieten sich Körbe an, die man zusätzlich seitlich am Wickeltisch befestigen kann.

Wickelauflagen – praktisch und gemütlich

Zuletzt ist die Wahl der Wickelauflage sehr wichtig. Es gibt mit Stoff bezogene Modelle, auf denen dein Nachwuchs gemütlich liegen kann. Passiert jedoch mal ein Malheur, muss der Bezug gewaschen werden. Es empfiehlt sich also in diesem Fall mehrere Überzüge anzuschaffen.

Die andere Variante ist eine Wickelauflage mit Kunststoffoberfläche, deren Vorteil ist, dass sie ohne Probleme abwischbar ist. Für die Haut deines Säuglings ist sie allerdings nicht ganz so angenehm, da diese Oberfläche kalt sein kann. Hier solltest du zumindest an kalten Tagen ein kleines Handtuch oder Moltontuch unterlegen.

Es gibt auch eine Kombination aus beiden Auflage-Typen: Ein Bezug aus beschichtetem Baumwollstoff, den du feucht abwischen kannst.

Edel & wandelbar: Die Wickelkommode

Zwei Wickeltische
© daheim.de

Die Wickelkommode ist die Luxusvariante unter den Wickelplätzen, die es in unterschiedlichen Breiten und Ausstattungen gibt. Wer genug Platz hat, sollte ruhig eine etwas breitere Kommode wählen. So ist neben der Wickelauflage noch Platz zum Abstellen der Dinge, die man immer beim Wickeln griffbreit haben muss. Aber auch die schmaleren Wickelkommoden sind mit praktischen Schubladen, Einlegeböden und Türen versehen, in denen du alles gut verstauen kannst. Da die Babykleidung relativ klein zusammenlegbar ist, wirst du einen zusätzlichen Kleiderschrank am Anfang noch nicht benötigen.

Erhältlich sind auch flexible Wickelkommoden, die nach der Wickelzeit ganz einfach zu einer normalen Kommode umgebaut werden können. Hier wird der oben montierte Wickelaufsatz abgenommen und du kannst die Kommode als reguläres Möbelstück im Kinderzimmer oder in anderen Räumen weiterverwenden.

Platzsparend & flexibel: Der Wickeltisch

Entscheidet man sich für einen mobilen Wickeltisch, kann dieser dank Rollen flexibel von Raum zu Raum geschoben werden. Diese sind meist recht einfach aufgebaut, um das Verschieben möglichst einfach zu gestalten. Oft handelt es sich bei dieser Variante des Wickelplatzes nur um ein einfaches Regal ohne Schubladen unter der Wickelauflage. Die Stauflächen sind hier zwar gut zu erreichen, aber auch offen sichtbar. Man muss also immer für Ordnung sorgen. Dies gelingt dir aber mit schönen gehäkelten Körben oder stylischen Pappboxen. Wenn du lieber alles vor neugierigen Blicken verbergen möchtest, solltest du dich jedoch lieber für ein mobiles Modell in Kommoden-Optik entscheiden, bei dem du Kleidung, Windeln und andere Wickelutensilien einfach in Schubladen und Türchen unterbringen kannst.

Mobiler Wickeltisch mit grüner Auflage
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Individuell: andere Wickellösungen

Neben den klassischen Wickelstationen kannst du auch weitere Lösungen in Betracht ziehen und ganz einfach kreativ werden. Eine gute Alternative ist ein normaler Tisch, auf den man eine Wickelauflage legt und die anderen Wickelutensilien daneben platziert. Hierbei musst du nur darauf achten, dass der Tisch hoch genug ist, die Wickelauflage aus festerem Schaumstoff besteht und seitlich Keile hat, so dass dein Baby eine Begrenzung hat und nicht herunterrollen kann. DYI-versierte Eltern können auch zusätzlich noch einen Wickelaufsatz bauen, damit die entscheidende Höhe für rückenschonendes Wickeln erreicht werden kann.

Baby beim Wickeln
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Eine andere sehr praktische Version des Wickelplatzes ist ein Wickelaufsatz für die Waschmaschine. Diese bietet sich gerade für die Familien an, welche die Waschmaschine im Badezimmer stehen haben. Hier kannst du ausnutzen, dass es im Badezimmer meistens schon schön warm ist, ideal also zum Wickeln eines Babys. Außerdem kannst du deinen Nachwuchs nach dem Baden direkt wickeln und anziehen, ohne den Raum zu wechseln oder das Baby unbequem auf dem Boden wickeln zu müssen.

Wenn dir das Wickeln im Badezimmer daher am praktischsten erscheint, dann kannst du auch einen Aufsatz über der Badewanne installieren. Meist bestehen diese Gestelle aus Stahlrohr und mit der Option, zusätzlich eine Babybadewanne in den Aufsatz zu integrieren. So kannst du dein Baby sowohl in der richtigen Höhe wickeln, als auch in rückenschonender Höhe baden.

Was alles zur Ausstattung eines Wickelplatzes und zur weiteren Erstausstattung deines Babys gehört – inklusive praktischer Checkliste –, erfährst du in der nächsten Folge der Serie „Oh Baby! Wir bekommen ein Kind!“.

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