Wenn Kinder ausziehen

Frei-Raum gestalten!

Junge Frau vor Umzugskartons
© Y Photo Studio/Shutterstock.com

Irgendwann kommt er: Der schmerzliche Moment, in dem der Nachwuchs das Nest verlässt. Spätestens dann wirst du dir wünschen, den Gedanken daran nicht einfach verdrängt zu haben, als ihr vor drei, vier, fünf Jahren ein Jugendzimmer eingerichtet habt! Unser Tipp für alle Eltern: von der Kinderstube über die Chill-out-Area bis zum Apartzimmer – immer ein Stück weiter denken …

Eines steht fest – es gibt nichts Schlimmeres als ein verwaistes Zimmer. Stille, wo gestern noch die Bässe wummerten, Leere, wo das geniale Chaos herrschte. Du hättest dir nie träumen lassen, wie sehr du beides einmal vermissen würdest. Am besten, du gehst gleich in die Planungsphase. Eine gute Voraussetzung ist erst einmal, den ausziehenden Sprössling zu fragen, ob es für ihn in Ordnung geht, wenn sein Reich nun anders genutzt wird. Bleiben Sohn oder Tochter in der gleichen Stadt, dürfte die „Umnutzung“ ohnehin kein Problem darstellen. Bei größeren Distanzen, die Wochenend- oder Urlaubsübernachtungen wahrscheinlich machen, stellt sich schon eher die Frage, ob der Heimkehrer auf seinem gewohnten Reich besteht oder sich lieber als Gast fühlt. Eine interessante Perspektive, mal nicht als „Kind“ heimzukommen, sondern als Erwachsener in eine andere Welt!

Das Jugendzimmer weiter nutzen

Funktionsbett
© daheim.de

Wenn du im eigenen Heim die Möglichkeit haben solltest, ein zu kleines Wohnzimmer mit dem freigewordenen Raum zusammenzulegen und dadurch mehr Großzügigkeit zu gewinnen, ist das natürlich eine Option! Oftmals ist es jedoch sinnvoller, das Zimmer weiterhin separat zu nutzen, etwa als Arbeits- oder Gästezimmer – oder gleich beides! Vielleicht habt ihr ja schon daran gedacht, als ihr das Jugendzimmer eingerichtet habt, und euch für ein schickes Funktionsbett entschieden. Es ist ideal, weil es keinen Schlafzimmercharakter hat und sich in jedes Wohnambiente einfügt. Wird der Raum als Arbeitszimmer genutzt, wirkt es wie ein Sofa zum Sitzen oder Lesen, wenn Übernachtungsgäste einziehen, fungiert es als komfortable Liegestatt.

Clever, schick und flexibel: Schlafsessel

Sollte dein Sprössling sein Bett so lieben, dass er es mit ins neue Zuhause nehmen mag, dann bist du möglicherweise gar nicht undankbar. Schließlich gibt es dekorative Schlafsessel, die dein neues Arbeitszimmer ausgesprochen professionell wirken lassen, Besuchern aber trotzdem ein komfortables Nest bieten.

Grauer Schlafsessel
© daheim.de

Gut vorausgeplant

Auch ein schlichter Schreibtisch in modernem geradlinigen Design ist extrem wandlungsfähig. Mit einem pfiffigen, farbenfrohen Drehstuhl kombiniert, bot er einst Platz zum konzentrierten Lernen und entspannten PC-Spielen. Jetzt lässt er sich mit seriösem Ledersessel mühelos zum Laptop-Arbeitsplatz der Eltern tunen. Statt der Skateboards oder Poster an der Wand, werden darüber Regale für Ordner und Bücher angebracht. Apropos Regale: Oftmals fungieren sie freistehend im Jugendzimmer als Raumteiler, um separate Wohnbereiche abzutrennen. Schließlich lieben es die Kids, eine kleine Relaxzone in einem abgeschiedenen Winkel zu haben. Sobald du den Raum für deine Zwecke nutzt, rückst du die optische Trennung einfach an eine freie Wand und gewinnst so mehr Freifläche und Großzügigkeit.

Schreibtisch mit schwarzem Bürostuhl
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Gut also, wenn du bei der Einrichtung auf ein modulares System gesetzt hast – so stehen dir jetzt viele Wege offen, um die vorhandenen Möbel den neuen Bedürfnissen anzupassen. Dazu gehört auch, bereits bei der Planung an ausreichend Lichtauslässe, Schalter und Steckdosen zu denken. So ersparst du dir beim Umräumen lästige (und hässliche) Fallstricke, die in Form von Kabeln quer durch den Raum ziehen. Es ist übrigens auch immer eine gute Wahl, funktionelle LED-Strahler anzubringen. Sie lassen sich in alle Richtungen drehen und du kannst stets neue Lichtakzente damit setzen. Ganz abgesehen davon, dass sich Energieeffizienz gerade bei Jugendlichen auszahlt!

Ab in die Kiste!

Bevor du übrigens daran gehen kannst, das Jugendzimmer in dein eigenes Reich umzumodeln, liegt noch eine Aufgabe vor dir, die du nicht unterschätzen solltest: das Packen. Johannes oder Pauline werden sicher in ihre drei Umzugskisten stopfen, was ihnen gerade wichtig ist. Mit dem Rest stehst du alleine da. „Mama, darf ich das erstmal hier lassen?“ Dieser Satz verabschiedet jedes Spielzeugauto, die Mineraliensammlung, das Englischwörterbuch, die ausgeleierte Jogginghose … Klar, die neue Wohnung wird eng. „Lass ruhig hier,“ sagst du. Froh, dass sich nicht alles in Luft auflöst.

Aber denk daran, dass du anfangen musst loszulassen! Und dabei hilft die Entzauberungskiste:

  1. Man nehme einen Umzugskarton
  2. packe all die Dinge hinein, von denen sich keiner so recht trennen kann … und
  3. stelle sie – je nach Gemütslage – ein halbes bis maximal ein Jahr in eine Ecke.

Wenn bis dahin nie jemand danach gefragt hat, dann wandert sie ungeöffnet in den Sperrmüll. Unökologisch? Na gut, dann lass sie von einer Freundin aussortieren und entsorgen. Aber trenn’ dich davon!

Dein Trostpflaster ist dein neuer Frei-Raum

Noch mehr Spaß hast du übrigens an dem neu gewonnenen Raum, wenn du ihn in deiner Lieblingsfarbe streichst oder die absolut abgefahrene Tapete anbringst, die du schon immer (nur nicht im Wohnzimmer!) haben wolltest. Und dir den dazu passenden extravaganten Teppich gönnst. Dein Leben beginnt jetzt. Mit deinem neuen Lieblingszimmer, in dem ab und zu auch mal wieder dein Liebling zu Hause ist …

Sessel
© daheim.de

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