Praktische Accessoires im Kinderbadezimmer

Gut gerüstet für hoheitliche Verrichtungen

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Berge von weißem Schaum, Wettschwimmen zwischen Quietschente und U-Boot, danach Abrubbeln mit dem flauschigen Handtuch – Kinder lieben Badezimmer! Und das ist auch gut so. Schließlich lernen sie hier Lebenswichtiges: Hygiene. Und als Eltern sollten wir ihnen das so leicht wie möglich machen.

Ein Badezimmer – nur für Kinder?

Wer den Platz für ein separates Kinderbad hat, wird fasziniert sein von der Vielzahl inspirierender Spezialmöbel – vom winzigen blütenförmigen Waschtisch bis zum bunten Schränkchen mit Motivdruck. Da Kinder jedoch bekanntlich schnell wachsen, ist es nachhaltiger, die Kreativität auf die Fliesenauswahl zu verlegen. Die Designer haben Vorarbeit geleistet und einfallsreiche Motive von Tier- bis Comicwelten kreiert. Wer sich selbst künstlerisch verwirklichen möchte, wählt Mosaikfliesen und arrangiert die verschiedenfarbigen Steinchen zu Figuren oder Mustern. Von Flugzeug bis zum Roboter – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Achte jedoch darauf, das Bad nicht zu (klein-)kindlich zu gestalten, denn bald schon wird der Nachwuchs andere geschmackliche Vorlieben haben. Lustige Sticker an der Wand, bunte Behälter für Zahnbürste und Seife, ein witziger Teppich und Handtücher mit Motiven reichen aus, damit die kleinen Badenixen sich wohl fühlen.

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Das Familienbad

Rein platztechnisch jedoch dürfte ein eigenes Kinderbad ohnehin Luxus sein – und mit geschickter Planung deckt auch ein Familienbad alle Bedürfnisse ab. Zumal es nie zuvor so viele raffinierte Accessoires gab, die aus der Erwachsenenwelt ein Kinderparadies zaubern: Neben verschiedenen Tritt-Hilfen gibt es etwa höhenverstellbare Waschbecken oder Waschtischlifter, die das Becken flexibel auf- und abfahren. Die Investition lohnt sich vor allem, wenn ältere Menschen im Haushalt leben – auch für sie kann diese Vorrichtung ein Segen sein. Eine günstige Kindervariante und eine gute Hilfestellung für die Hygieneerziehung sind Plastikwaschbecken, die sich auf Kinderhöhe am Badewannenrand montieren lassen.

Wer zwischen Dusche und Wanne wählen muss, sollte sich beim Familienbad – persönliche Vorlieben hin oder her – für Letztere entscheiden. Perfekt ist ein Zweisitzer – hier finden auch Geschwister Platz und das gemeinsame Baden macht einfach mehr Spaß! Zur Sicherheit solltest du auf eine rutschfeste Struktur achten oder eine Antirutschmatte einlegen. Für mehr Komfort sorgen auch Accessoires wie aufblasbare Babybadewannen, Badewannen-Liegekissen oder für etwas größere Kinder Einsätze, die die Badewanne verkürzen. Solange du noch außen am Badewannenrand sitzt, um dein Kind im Wasser zu stützen, denke daran, es auch dir bequem zu machen: mit einer Badematte, die an der Wanne befestigt wird und Knien sowie Ellenbogen ein bequemes Polster bietet.

Sauberkeitserziehung – Tipps und Tricks

Ganz und gar unbequem ist für viele allerdings dieses Thema: die Sauberkeitserziehung. Eltern können es oft kaum erwarten, dass das Windelalter überstanden ist – doch bis die Kleinen sauber sind, kostet es Geduld und Nerven. Wenn dein Kind jetzt etwa zwei Jahre alt ist, hast du Glück: die nahende wärmere Jahreszeit ist ideal fürs „Töpfchentraining“. Anders als in den Wintermonaten gibt es dann viel weniger Kleidung an- und auszuziehen, auch werden weniger Schichten nass, wenn das Training noch nicht ganz erfolgreich war.

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Die Grundausstattung: Das Töpfchen

Zum Töpfchenkauf nimmst du – zu Motivationszwecken – dein Kind am besten mit. Auf die praktischen Details wirst allerdings du schauen müssen, der Nachwuchs entscheidet vermutlich eher nach Farbe oder Tiermotiv … Die meisten Modelle sind aus ergonomisch geformtem Plastik und leicht zu reinigen. Achte auf eine breite Standbasis, damit es nicht umkippen kann. Töpfchen mit erhöhter Rückenlehne sind stabil und bequem – zusätzliche Armlehnen geben extra Halt. Motivationsfördernd sind Töpfchen, die zur Belohnung Musik spielen oder die Farbe wechseln.

Sinnvoll ist es, mehrere Töpfchen anzuschaffen. Hat deine Wohnung oder dein Haus mehrere Toiletten, dann sollte hier jeweils ein Töpfchen stehen. Auch lohnt es sich, für die Phase der Sauberkeitserziehung ein Töpfchen beispielsweise bei den Großeltern zu deponieren.

Beim späteren Übergang zur Toilette helfen körpergerecht geformte Sitze. Zum Hochkraxeln auf den „Thron“ gibt es spezielle kleine Leitern mit Griffen. Doch auch ein stabiler Plastikschemel ist hilfreich, auf dem Prinz oder Prinzessin auch die Füße abstellen können. Das erleichtert die Verrichtung der (Amts-)Geschäfte ungemein. Gutes Gelingen, Euer Hoheit!

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