Kinderzimmer unter 10 qm

Kleiner Raum ganz groß!

Hochbett mit Schreibtisch
© daheim.de

Klar, große Kinderzimmer sind fantastisch. Aber auch ein kleines Zimmerchen kann absolut ausreichend sein. Wenn Kinder klein sind, spielen sie ohnehin am liebsten in Mamas oder Papas Nähe (in Küche oder Wohnzimmer) und später ist ein kleines Zimmer der perfekte, kuschelige Rückzugsort zum Chillen. Mit geschickter Planung, raffinierten Möbeln, durchdachten Farben und ein paar klugen Verhaltenstricks holst du trotzdem das Maximum aus dem Mini-Raum!

Gut geplant ist halb gewonnen! Wenn dir fürs Kinderzimmer gerade mal 10 qm oder weniger bleiben, dann überlege doch, ob du geschickt andere Räume mit einbeziehen kannst. Hast du vielleicht die Möglichkeit, bestimmte Möbel außerhalb des Zimmers unterzubringen? Passt ein Regal oder gar ein Schrank in den Flur, in dem sich Spielzeug verstauen lässt? Gerade für Dinge, die das Kind nicht täglich benötigt, ist das eine praktikable Alternative.

Die richtigen Kindermöbel

Doch nun hinein ins Kinderzimmer! Ein Hochbett ist für die meisten Kinder ein Traum und es verdoppelt die Grundfläche, auf der es steht. Das Kind schläft in der zweiten Ebene, darunter gibt’s Platz zum Verstauen, zum Kuscheln, zum Spielen oder zum Lernen. Einrichtungshäuser bieten bereits entsprechende Möbel an, bei denen unter dem Bett zum Beispiel ein Arbeitsplatz integriert ist.

Hochbett mit integriertem Schreibtisch
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Ein Kojenbett andererseits lässt sich durch eine hübsche Tagesdecke im Handumdrehen zum Sofa als Sitzgelegenheit umfunktionieren. Apropos Sitzmöglichkeiten: In einem kleinen Kinderzimmer schaffst du durch Hocker, Riesenkissen oder Sitzsäcke bequeme Möglichkeiten, um es sich so richtig gemütlich zu machen.

Wer sich also ein bisschen umschaut, kann bereits mit der Wahl des richtigen Mobiliars das Platzproblem lösen. Auch für die allerkleinsten Raumecken gibt es ideale Nutzungsmöglichkeiten durch flexible Regal- und Schranksysteme. Perfekt sind auch klappbare Möbel. Ein Wickeltisch beispielsweise wird nur zeitweise benötigt. Warum solltest du ihn nach Gebrauch nicht einfach hochklappen? Bei Regalen solltest du bedenken, dass sie oft nur eine geringe Tiefe brauchen. So bringst du sie auch in schmalen Nischen noch unter.

Eckschrank für Kinderzimmer
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Multifunktionale Platzsparer

Ein anderer Ansatz führt über multifunktionale Möbel. Sie sind für viele Einsatzbereiche geeignet. So gibt es zum Beispiel Kinderbetten mit Schubkästen. Oder Schränke mit offenen Fächern, die Kleiderschrank und Regal vereinen. Ein Kinderschreibtisch, der Sitzfreiheit für zwei bietet, lässt sich auch zum gemeinsamen Basteln nutzen. Oder wie wäre es mit einer ausziehbaren Schreibunterlage, die ins Regal integriert ist?

Besonders geeignet für kleine Zimmer sind sogenannte Systemmöbel. Dabei handelt es sich um voll durchdachte Möbelkonzepte im modularen Baukastenprinzip. Sie ermöglichen nicht nur eine optimale Flächenausnutzung, sondern sind auch harmonisch aufeinander abgestimmt. Denn gerade bei kleinen Zimmern kommt es darauf an, eine einheitliche Optik herzustellen.

Die optische Trickkiste

Wobei wir schon bei den optischen Tricks wären. In den Innenarchitektur-Zauberkasten gehören:

  • Helle Farben: Sie lassen den Raum größer und weiter wirken. Beige bis hellgraune Töne oder Pastellfarben verleihen dem Zimmer eine freundliche und leichte Ausstrahlung.
  • Harmonische Zusammenstellung: Es sollte (möglichst) alles aufeinander abgestimmt sein – von der Bettwäsche über die Teppiche, von der Wandfarbe bis zu den Vorhängen. Setze Farbe dabei wohldosiert ein!
  • Nichts überladen: Zurückhaltung bei der Menge der Gegenstände, aber auch bei den Mustern. Bleibe lieber bei einer klaren Linie.
  • Optisch in die Höhe strecken: Wähle vertikale Streifentapeten, luftige, bodenlange, weiße Vorhänge und lasse beim Malern der Wände oben einen weißen Rand, der nahtlos in die Decke übergeht. Das streckt.
  • Schmale Räume optisch verbreitern: Das gelingt, indem du die langen Wände hell, die kurzen aber dunkler anstreichst.
  • Glas und Metall: Alles, was das Licht reflektiert, wie Kinderspiegel, Glanz- und Silberfolie, ist perfekt, um Größe vorzugaukeln – Glitzer-Mädchen werden es lieben! Zerbrechliche Spiegel sind allerdings erst ab einem gewissen Alter zu empfehlen.
  • Der gezielte Einsatz von Licht vergrößert: Versuche, viele verschiedene kleine Lichtquellen gezielt einzusetzen. Verteile Lichterketten, Klemm- und Tischlampen sowie Dekolampen im Raum.

Ein bisschen Disziplin

Und was intelligente Planung und durchdachte Einrichtung geschafft haben, das solltest du mit etwas Disziplin und Verstand im Alltag optimal nutzen. Spielzeug und Kleidung, die aktuell nicht benötigt werden, sortiert ihr einfach aus. Entweder sie können ganz und gar verschwinden oder ihr verstaut sie bis zur nächsten Saison im Keller oder Speicher.

Regal mit Aufbewahrungsboxen fürs kleine Kinderzimmer
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Was in Gebrauch ist, sollte geplant eingeräumt werden: Bettwäsche oder Handtücher dürfen im Schrank ganz weit noch oben wandern, wo sie notfalls nur mit einer Trittleiter zu erreichen sind. Kleinteilige Spielsachen wandern in Boxen, die sich bequem übereinander stapeln lassen. Sieh es einfach positiv: Ein kleines Kinderzimmer ist die perfekt Chance, dem Nachwuchs Ordnung beizubringen!

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