Einen kindgerechten Garten einrichten

Kinder-Garten wird Kindergarten!

Vater und Tochter pflanzen einen Baum im Garten
© Photographee.eu/Shutterstock.com

Wer den Begriff „Kindergarten“ erfunden hat, war ein Sprachgenie: Denn in dieser pädagogischen Einrichtung werden menschliche Sprösslinge großgezogen. Kinder-Garten heißt aber auch jenes Stück Grund, auf dem Kinder Pflanzensprosse hegen und pflegen. Und arbeitet darin dann ein Kindergärtner? Oder ein Kinder-Gärtner?

Ein Garten ist eine Schule des Lebens. Wachsen und welken, Gift und Nährstoff, Duft und Geruch, Rosenrot und Mohnblumenrot, Summen und Surren, Dorne und Flaum – hier ist alles live zu fühlen, zu hören und zu sehen! Schon die Kleinsten können im Grünen ihre Wahrnehmung schulen, Erfahrungen sammeln und experimentieren. Vor allem können sie sich aber auch in Verantwortung üben, altersgerecht natürlich.

Kind gießt Beet mit roten Tulpen
© Anna Grigorjeva/Shutterstock.com

Licht und Liebe

Überfordern darfst du den Gärtner, den du heranziehen willst, natürlich nicht. Schon ein Zweijähriges kann Blumen gießen oder zumindest bei der Gartenarbeit zuschauen. Kleine Spiele in der Natur vertreiben ihm dabei die Zeit: Ein Kleeblatt auf der Wiese suchen, die schönste rote Blume oder das bunteste Herbstblatt. Dreijährige können vorsichtig ein Loch für die Blumenzwiebel graben oder Unkraut sammeln. Kinder im Vorschul- oder Grundschulalter dürfen bereits die Pflege eines kleinen Beetes übernehmen. So lernen die kleinen Gärtner wie von selbst, was Pflanzen zum Gedeihen brauchen: Wasser, Licht … und viel Liebe.

Um Kinder fürs Gärtnern zu begeistern, sind Blumen- oder Kräuterkübel besonders dankbar: Sie geben einen überschaubaren Bereich ab, den du ganz in die Hände deines Kleinen geben kannst. Viel Spaß wird es auch an einem kunterbunten Topfgarten haben, der dekorativ auf einer Pflanzentreppe aufgebaut ist. Pflanzkübel lassen sich flexibel platzieren und leichter vor Schnecken schützen. Das Treiben der schleimigen Mitbewohner ist sicher spannend und lehrreich zu beobachten – aber du willst sicher nicht, dass sie die Anfangserfolge des aufstrebenden Blütenzauberlehrlings zunichte machen.

Schnelle Erfolge

Denn für das Selbstbewusstsein sind Erfolgserlebnisse wichtig. Überlass deinem Kind ruhig die Entscheidung, was es anpflanzen möchte: ob schöne Blumen oder köstliches Gemüse. Aber grenze die Auswahl so ein, dass schnell positive Ergebnisse zu erwarten sind. Ringelblumen, Löwenmäulchen und Sonnenblumen fallen in diese Kategorie oder Kapuzinerkresse. Einfach zu ziehende Nutzpflanzen sind Erdbeeren, Tomaten oder Kräuter wie Zitronenbasilikum und Thymian.

Pflanzen, die durch Farbe, Duft oder Form faszinieren, stehen bei den Kids ebenfalls hoch im Kurs: Die üppigen lilanen Kugeln des Zierlauchs vereinen viele der begehrten Eigenschaften. Ein beliebtes Spielzeug ist das Lampenputzergras mit seinen flauschigen Blütenständen. Und der strahlend gelbe Topinambur begeistert im Sommer durch Blütenpracht, im Herbst mit seinen nussig schmeckenden Knollen.

Apropos Geschmack: Kinder stecken allzu gerne in den Mund, was verlockend ausschaut – die feuerroten Beeren der Eibe zum Beispiel. Sie sind ebenso giftig wie Efeu, Goldregen, Fingerhut, Rittersporn und vieles andere. Informiere dich also gut über die Pflanzen, die du im Garten setzen möchtest. Weitere Sicherheitsvorkehrungen: Natürlich gehört der Garten zur Straße hin umzäunt und wenn du das Glück hast, einen Teich zu besitzen, dann decke ihn mit einem Gitter ab. Auch die Regentonne sollte verschließbar sein. Scharfe oder kantige Gartengeräte wie zum Beispiel Heckenscheren gehören ebenso wenig in Kinderhände wie Chemikalien. Völlig bedenkenlos kannst du dich an Flieder, Forsythie, Fuchsie, Geranie, Gänseblümchen, Haselnuss oder Hibiskus erfreuen.

Holz-Edelstahl Tisch in Wiese
© daheim.de

Gartenmöbel mobil

Kleine Kinder solltest du trotz aller Vorsicht nie unbeaufsichtigt lassen. Eine Spielecke im eigenen Garten ist auch deshalb perfekt, weil du einfach immer in der Nähe sein kannst – egal ob bei der Schaukel oder am Sandkasten. Falls du den Spielplatz nicht unter Bäumen platzieren kannst, denk an einen guten Sonnenschutz. Ein farbenfroher Ampelschirm ist absolut perfekt dafür!

Und weil du ja immer ein wachsames Auge haben willst: Schaff dir einen leichten Liegestuhl oder eine Liege an, um es dir in nächster Nähe bequem zu machen. Besonders flexibel ist ein kleiner Hocker, der dich notfalls durch den ganzen Garten begleitet! Oder du legst dir einen Hängesessel zu, der dich im Schatten der Bäume schaukelt … Da wird es dann allerdings nicht lange dauern, bis sich dein kleiner Liebling an dich hinkuschelt. Nach getaner Gartenarbeit ist schließlich ausruhen angesagt.

 

Hängesessel aus Geflecht
© daheim.de

Ein besonderes Highlights für die Kids ist es natürlich, in eurem Gartenparadies Freunde zu empfangen. Da kommen dann leicht mal unerwartet zwei, vier, sechs oder acht Leckermäulchen zusammen, die mit eiskalter Limo oder geeistem Fruchtsalat verwöhnt sein wollen. Viel praktischer als die klassische Essgruppe mit Stühlen ist dann ein Tisch mit zwei Bänken, auf denen sich (fast) beliebig viele kleine Racker zusammendrängen können. So wird aus deinem Kinder-Garten im Handumdrehen ein Kindergarten – in dem nicht nur Pflanzensprösslinge bestens gedeihen.

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