Ein Baumhaus für Kinder

Hinauf nach Wolkenkuckucksheim!

Spielende Kinder im Baumhaus
© superelaks/Shutterstock.com

Gibt es für Kinder etwas Spannenderes als ein Baumhaus? Hoch über der Erwachsenenwelt, für die Großen nur mühsam erreichbar, ein eigenes Reich für eine fest verschworene Rasselbande. Hier treffen sich die Geheimbündler, um die Köpfe zusammenzustecken und Pläne zu schmieden. Und die Eltern freuen sich, dass der Nachwuchs so viel Zeit an der frischen Luft verbringt, statt am Computer zu hocken … Doch wie lässt sich der Traum eines Eigenheims für Kids sicher und unkompliziert realisieren?

Abenteuer unter dem Blätterdach

Klar, der Abenteuerspielplatz in luftiger Höhe verlangt einen eigenen Garten. Und schließlich einen geeigneten Baum. Bei der Auswahl solltest du folgende Kriterien beachten:

  • Der Baum sollte stabil sein, keine Sorte, die für ihre Brüchigkeit bekannt ist. Apfel- oder Birnbaum, Eiche oder Linde gelten als belastbar.
  • Der Stamm muss auf Höhe des Baumhausfundaments mindestens 80 Zentimeter Umfang haben.
  • Die Rinde muss gesund sein, die Äste dürfen keine kahlen Stellen zeigen.
Baumhaus
© Volurol/Shutterstock.com

Solltest du keinen geeigneten Baum finden, kannst du immer noch ein Gartenspielhaus am Boden errichten. Oder zum Beispiel ein Weiden-Tipi – eine richtig coole Idee für ein mitwachsendes echtes Naturzelt!

Aber zurück zum echten Baumhaus, das du natürlich zusammen mit den künftigen Bewohnern planen solltest. Die robuste Plattform sollte etwa einen Meter über dem Boden angebracht sein. Wichtig ist der Aufgang: Kinder lieben meist eine Strickleiter, die man von oben einziehen kann – der perfekte Schutz vor „Feinden“. Stabiler zu begehen ist natürlich ein fester Treppenaufgang oder eine Holzleiter mit abgerundeten Sprossen. Denk trotzdem daran, den Untergrund des Baumhauses sturzmildernd zu gestalten: etwa durch Sand, Rindenmulch oder Kies.

Sicherheit im Baumhaus ist oberstes Gebot

Auf die Plattform folgt der Fußboden, am besten aus Brettern, die im Abstand von einigen Millimetern angebracht werden. Wenn du selbst gesägte Bretter verwendest, wird sich das durch die Unregelmäßigkeiten ohnehin von alleine ergeben. Durch die mögliche Luftzirkulation und den Wasserabfluss verhinderst du so, dass ein feuchtes Klima Schimmel und Schädlinge anzieht. Ob du die Wände waagerecht oder senkrecht verbretterst, bleibt dir überlassen. Kleine Fenster darin ergeben Ausblick ins Grüne und lassen Licht ins Innere. Achte auf ein möglichst dichtes Dach aus Teerpappe, die mit Holzschindeln verkleidet wird.

Wer sich den Eigenbau sparen möchte, kann auch auf fertige Baumhaussets zurückgreifen, die auf stabilen Füßen stehen und ohne zuverlässigen Baumstamm funktionieren. Damit die Kids es auch gemütlich haben, gilt es nun, für die entsprechende Einrichtung zu sorgen.

Gartenbeleuchtung
© daheim.de

Wichtig ist schon mal, eine gute Ausleuchtung des Gartenwegs, damit man ohne Stolperfallen auch abends in der Dämmerung hingelangt. Schließlich ist der Rückzugsort dann am spannendsten …! Auch eine Beleuchtung für den Innenraum ist dann nötig. Der sollte aus Sicherheitsgründen unabhängig von einer Stromleitung sein, am besten mit einer akkubetriebenen LED-Leuchte.

Kuscheliges Innenleben im Außenquartier

Für die rustikale Ausstattung bieten sich als Teppiche kleine Felle an, die aber zuverlässig bei jedem Auszug aufgeräumt werden sollten, damit sie nicht feucht werden. Wie wäre es als Alternative mit einem Outdoorteppich, der zwar nicht kuschelig, dafür aber wetterbeständig ist? Oder du lässt deiner Kreativität freien Lauf und überlegt, was sich sonst noch als Einrichtung zweckentfremden ließe. Eine gute Idee ist zum Beispiel ein Badezimmerteppich – er verträgt Feuchtigkeit, ist waschbar und trotzdem kuschelweich.

Kuschelige Decken als Ausstattung des Baumhauses
© daheim.de

Weiterhin gehören zu einer Baumhausausstattung Kissen und Kuscheldecken, damit die kleinen Abenteurer sich auch an kühleren Tagen nicht erkälten können. Wenn euer Baumhaus über Fenster verfügt, ist es praktisch, sie mit Vorhängen gegen Zug schützen zu können. Und natürlich muss auch für die Verpflegung gesorgt sein, denn ein Tag an der frischen Luft macht Hunger und Durst. Am besten verzichtest du aber darauf, Glasflaschen oder Porzellanteller mit ins Außenquartier zu geben. Beides wird vielleicht schnell zum Wurfgeschoss umfunktioniert und Scherben bringen im Baumhaus kein Glück! Ebensowenig ist Papp- oder Plastik-Wegwerfgeschirr angesagt. Legt euch lieber einen Satz Kindergeschirr aus Melamin zu, das ist leicht, bruchsicher und sieht dazu noch nett aus. Auch Holzbrettchen sind eine gute Alternative.

MerkenMerken

Produktempfehlungen von Segmüller

Ähnliche Artikel