Den Balkon gemeinsam mit Kindern frühlingsfit machen

Wenn Dornröschen aus dem Winterschlaf erwacht

Blumengießen
© Shutterstock/Anna Nahabed

Die ersten Sonnenstrahlen haben etwas Magisches – auch wenn es noch zu kühl ist, um sich auf dem Balkon aufzuhalten: Wer ein kleines Frischluftparadies sein Eigen nennt, darf jetzt schon planen. Gerade mit Kindern macht das besonders viel Spaß!

Und weil die Natur ein bisschen Vorlaufzeit braucht, um sich zu entfalten, können Klein- und Kleinstgärtner jetzt auch schon mal Harke und Schäufelchen zücken. Insbesondere für Kinder ist der Umgang mit Pflanzen wichtig und gibt ihnen wertvolle Entwicklungsimpulse. Der Kreislauf der Natur, das Gedeihen der Sprösslinge, die sich nach der Sonne recken, ihr Durst nach Gießwasser … Und was passiert, wenn ich mich um die Bedürfnisse der Pflänzchen nicht kümmere? Beim Gärtnern bekommen Kinder spielerisch ein Gefühl für unsere sensible Umwelt.

Mädchen in Ringelpulli mit Tomaten auf Balkon
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Gefahrlos Gärtnern mit Kindern – die Auswahl der Pflanzen

Neben dem Verständnis für natürliche Entwicklungsprozesse können Kinder Geduld und Sorgfalt lernen. Auch unliebsame Arbeiten wie Unkraut jäten gehören ganz selbstverständlich dazu und das Schönste ist: Die Belohnung wächst den Kleinen buchstäblich in den Mund, wenn zum Beispiel die ersten selbst gezogenen Beeren reif werden. Apropos Mund: Auch das müssen die kleinen Gärtner lernen – dass nicht alles, was wächst, genießbar ist. Sicherheitshalber solltest du dich vor der Bepflanzung informieren, welche Pflanzen giftig sind. So gehören zum Beispiel diese Pflanzen nicht in die Reichweite von Kinderhänden:

  • Goldregen
  • Fingerhut
  • Eiben

Ungefährlich sind dagegen diese Pflanzen:

  • Fuchsien
  • Geranien
  • Hibiskus

Auch Küchenkräuter bieten sich für deinen Balkon an, wenn du Kinder hast:

  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Basilikum
  • Oregano
  • Lavendel

Für ungeduldige kleine Gärtner empfehlen sich etwa Senf- und Kressesamen, die sich schnell entwickeln.

Etliche Pflanzen lassen sich problemlos in Blumentopf oder Blumenkasten ziehen und die Auswahl an dekorativen Behältern ist groß. Du kannst aber auch deiner Fantasie freien Lauf lassen, indem du ein Eisengestell vom Flohmarkt mit vielen kleinen Töpfchen versiehst. Oder du stellst eine bunt lackierte Europalette hochkant an die Wand. Die Bohlen bieten ideale Vertiefungen, um Pflanzkästen hineinzustellen. Salate, Kräuter oder Erdbeeren verlangen bei der Zucht im Topf nur eine gute Nährerde.

Die Pflanzkübel solltest du so aufstellen, dass dein Kind sie gut erreichen kann – aber auch so, dass es nicht hinaufklettern oder am Geländer turnen kann! Hängende Blumenkästen sollten nach unten wasserdicht sein, unter stehende Gefäße legst Du am besten Zeitungspapier. So läuft kein braunes Wasser auf den darunterliegenden Balkon, wenn beim Gießen mal was daneben geht.

Terrassenmöbel mit Pflanzen auf Tisch
© daheim.de

Gartenmöbel zum Spielen und Relaxen

Wobei wir schon beim Bodenbelag wären: Beton oder Fliesenboden ist glitschig (Achtung Rutschgefahr!) und hart. Dekorativ und angenehm sind dagegen Holzfliesen, die sich auch nachträglich einfach darüber legen lassen, oder die angesagten Outdoor-Teppiche, die in Läuferform perfekt auf einen schmalen Balkon passen. Gerade für Kinder, die viel am Boden spielen, sind diese Bodenbeläge ideal.

Als Essgruppe sind Stapel- oder Klappstühle gut geeignet. Aus buntem Polypropylen gefertigt sind sie besonders leicht und lassen sich einfach zusammenräumen, wenn die Familie Platz zum Spielen braucht oder auch mal ein Planschbecken aufbaut, das den Kids in den heißen Sommermonaten Abkühlung bietet – ein herrliches Vergnügen! Nur daran denken: Die Kinder nicht unbeaufsichtigt im oder am Wasser spielen lassen! Aber solange kleine Kinder auf dem Balkon sind, sollte man ohnehin immer ein Auge auf sie werfen.

Bunter Outdoorteppich
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Balkonmöbel zum Abhängen und Entspannen

Das fällt auch nicht weiter schwer, wenn du es dir auf einer Liege oder in Hängesessel oder Hängematte bequem machen kannst. Wobei beides garantiert auch gerne vom Nachwuchs genutzt wird, weil es sich so herrlich darin schaukeln lässt. Und platzsparend sind diese Liegevorrichtungen ohnehin. Man hängt sie entweder an einer Spiralfeder an die Balkondecke oder in ein Hängemattengestell. Diese Konstruktion hat den großen Vorteil, mobil zu sein, man kann also bequem mit der Sonne mitwandern oder die Relaxliege auch indoor benutzen. Hängesessel sind für uns Erwachsene vielleicht nicht ganz so gemütlich, weil sie keine Ganzkörperliegefläche bieten, Kinder aber haben gewiss einen Riesenspaß damit.

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Die praktische Kissenbox für den Balkon

Wie übrigens auch mit Sitzkissen, aus denen sich im Handumdrehen eine schattige Räuberhöhle bauen lässt. Echte Abenteurer nutzen die Unterlagen auch schon mal, um sich ein riesiges Nest auf dem Balkon daraus zu bauen: Wäre es nicht eine großartige Idee, wenn du in einer lauen Sommernacht mit deinem Kind draußen schlafen würdest? Die Kleinen finden das meist ziemlich spannend. Auch wenn du dem ganz großen Abenteuer, nämlich vom Gewitter überrascht zu werden, durch einen Blick auf die Wetter-App vorbeugen solltest!

Und bei Regen: Wohin mit den Sitzkissen? Wenn irgendwo ein Plätzchen dafür ist, gönn dir eine Kissenbox, dann musst du die Unterlagen nicht in der Wohnung unterbringen. Und das ein oder andere Spielzeug passt auch noch mit hinein. Sehr wohnlich wirkt dieses praktische Möbel, wenn es aus Kunststoffgeflecht besteht, auch Polyrattan genannt. Ein hochwertiges Alugestell macht die Box zusätzlich wetterbeständig.

Wichtig ist, vor allem bei kleinen Kindern, ein effektiver Sonnenschutz auf dem Balkon. Je nach Konstruktion des Balkons und der Himmelsrichtung, die den Sonneneinfallswinkel bestimmt, kannst du zwischen Sonnensegel, Sonnenfächer oder verschiedenen Sonnenschirmvarianten wählen. Sogenannte Ampelschirme sind exzentrisch gebaut, das heißt, die Krone hängt wie ein Lampion am Unterstock, bei anderen Schirmen sitzt der Stock in der Mitte.

Du siehst also: Es gibt viele Möglichkeiten, dein kleines Freiluftparadies kindgerecht zu gestalten, am besten, du fängst früh genug damit an!

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