Bauen für die Familie

Gut geplant ist halb gewonnen!

© Syda Productions/shutterstock.com

Die eigenen vier Wände – ein wahrer Traum, vor allem für eine Familie mit Kindern. Abstand von den Nachbarn, kein Vermieter der Vorschriften macht und nicht zuletzt die Möglichkeit, alles nach den eigenen Vorstellungen zu planen! Doch damit das Vorhaben kein Albtraum wird, will alles von vornherein gut bedacht sein.

Los geht es bei der Lage: Verkehrsgünstig sollte sie sein und die nötige Infrastruktur für eine Familie mit Kind bieten. Auch die Größe der Immobilie solltet ihr euch gut überlegen: so überschaubar, dass Kosten und Pflegeaufwand sich in Grenzen halten, aber doch großzügig genug, um für jeden Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Und einen Blick in die Zukunft solltet ihr bei eurer Planung auch wagen, denn das Leben mit Familie ist ein Leben im Wandel …

Ein Grundriss, der zu den Gewohnheiten passt

 

Grundriss und Wohnzimmer
© daheim.de; YasnaTen/Shutterstock.com; Bardocz Peter/Shutterstock.com

Also ab zum Architekten! Stopp – natürlich geht es nicht ohne den Experten. Aber es wird euer Zuhause, ihr müsst die Weichen stellen und euch klarmachen, was ihr wollt. Dabei geht es zunächst natürlich nicht um Einrichtung, sondern um den Grundriss – und der ist nicht einfach ein Puzzlespiel aus mehreren Zimmern. In gewisser Weise ist ein Wohnungsplan das Raster, das euer familiäres Zusammenleben organisiert.

Beobachte also erst einmal in eurer jetzigen Bleibe, wie euer Miteinander routinemäßig abläuft. Überlegt gemeinsam, ob das bleiben soll oder was ihr ändern wollt. Und bedenkt dann unbedingt, dass sich das Zusammenleben mit Kindern im Laufe der Jahre naturgemäß stärker wandelt als das der Erwachsenen.

Grundriss und Schlafzimmer
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Verwandlungsfähigkeit mitplanen

Während die Kleinen ihr Kinderzimmer kaum nutzen und ständig die Nähe der Eltern suchen, im Wohnzimmer spielen, die Hausaufgaben vielleicht am Esstisch erledigen, verschanzen sich die Teenies in ihrem Jugendzimmer. Dafür gehen plötzlich ihre halbwüchsigen Freunde ganz selbstverständlich ein und aus. Und irgendwann kommt der Tag, wo sich die Kids verabschieden und du endlich dein Arbeitszimmer vom Keller in den sonnendurchfluteten Raum im ersten Stock verlegen kannst. Flexibilität ist also eine der Grundprämissen guter Planung.

Daneben gibt es noch ein paar Grundregeln, die für jede Familienwohnung gelten:

  • Ideal ist für jedes Kind ein eigenes Zimmer.
  • Elternschlafzimmer und Kinderzimmer nicht direkt nebeneinander planen. Zumindest das Badezimmer sollte dazwischen liegen.
  • Ein separates Gäste-WC ist unverzichtbar, noch besser sind zwei Badezimmer, eines mit Wanne, eines mit Dusche.
  • Als kommunikativer Mittelpunkt des Familienlebens dient in der Regel das Wohnzimmer. Perfekt, wenn die Küche dort integriert ist, damit schon das Kochen zum gemeinsamen Erlebnis wird.

Der Raum mit der größten Wandelbarkeit sollte das Kinderzimmer sein. Bei der Grundrissplanung von Haus oder Wohnung geht es erst einmal nicht ums Mobiliar, es ist aber trotzdem wichtig, von vornherein auch die Möglichkeiten der Möblierung mitzudenken. Kalkuliere zum Beispiel ein, dass dem zierlichen Babymöbel bald Jugendbett und Schreibtisch folgen, und plane entsprechend großzügig.

Grundriss und Kinderzimmer
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Sollte das nicht möglich sein, kannst du beispielsweise überlegen, ob es auf der Diele ausreichend Platz gibt, um hier Stauraum für die Kindersachen unterzubringen. So könnte später ein neutraler weißer Schrank aus dem Babyzimmer in den Gang wandern, wenn nur so ein größeres Bett unterzubringen ist. Auch wenn du ein platzsparendes Hochbett erwägst, vielleicht mit einem Schreibtisch darunter, solltest du das bei der Planung berücksichtigen. Nicht, dass euch später eine Dachschräge in die Quere kommt!

Einrichtung gleich mitdenken

Selbst der beste Architekt wird es nicht konsequent vermeiden können, dass sich Ecken und Winkel ergeben, die später bei der Einrichtung Kreativität verlangen. Am besten ist es in solchen Fällen, sich parallel zum Planungsprozess im Möbelgeschäft zu informieren, ob sich solche Tücken noch mit liebenswerten Gestaltungselementen aufwerten lassen – etwa durch eine raffinierte Schrank-Regal-Kombination, die einen unbrauchbaren Winkel optimal ausnutzt.

Auch für andere Räume gilt: Vorausschauend auf die Bedürfnisse der jüngsten Hausbewohner achten, zum Beispiel mit rutschfesten und pflegeleichten Böden, mit Treppenkonstruktionen, die sich gut absichern lassen.

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