Unser Lichtlexikon

Hier geht Ihnen ein Licht auf

Hängende Glaslampen mit Glühbirne
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Licht ist Leben und es ist auch im Alltag und bei der Arbeit ein wichtiges Thema, das lange Zeit etwas stiefmütterlich behandelt wurde. Aber mit den neuen Errungenschaften wie LEDs und Halogenlampen und deren immer vielfältigeren Nutzungsmöglichkeiten, sowie mit den gesetzlichen Änderungen, kamen neue Impulse. Auch im Hinblick auf die gewohnten Bezeichnungen der Helligkeit. Grund genug, die wichtigsten Begriffe rund um Licht und Beleuchtung in einem Lexikon vorzustellen und zu erklären.

Kurz beleuchtet

Umgangssprachlich verhält es sich genau anders, als in der Fachsprache der Beleuchtungsindustrie: Der Profi bezeichnet mit dem Begriff Lampe das Leuchtmittel – also beispielsweise die LED oder Leuchtstofflampe. Umgangssprachlich sagt man zum Leuchtmittel neben Glühbirne auch Glühlampe. Mit letzterem unterscheidet man sie von der Lampe. Was an der Decke hängt, auf Tisch oder Boden steht und das Leuchtmittel trägt ist für den Fachmann hingegen die Leuchte.

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Der Sockel – das Fundament

Der Sockel befindet sich am Leuchtmittel, die Fassung in die der Sockel gehört, an der Lampe. Es gibt Schraub- und Stecksockel. Der gebräuchlichste Sockel trägt den Namen E27 – die klassische Glühbirne. Etwas kleiner heißt er E14 und wird oft für Schreibtischlampen oder Kühlschränke gebraucht. Weitere häufige Sockel-Fassung-Varianten fangen mit G oder GU an.

Weitere wichtige Begriffe

Kelvin: beschreibt die Farbtemperatur. Dabei stehen hohe Werte um 5.000 Kelvin für kaltes, blaues Licht und niedriges Werte um 2.000 Kelvin für warmes, rotes Licht.
Lichtausbeute: Sie gibt das Verhältnis von verbrauchter Energie in Watt (W) zu sichtbarem Licht in Lumen (lm) in der Einheit lm/W an. Am schlechtesten schneiden Glühlampen ab. Eine 60 W Glühlampe erzeugt ca. 700 Lumen, während eine 58 W Leuchtstofflampe etwa 5.000 Lumen erreicht. Die höchsten derzeit bekannten Lichtausbeuten werden mit 200 lm/W von LED erzeugt.
Lumen: Diese Maßeinheit zeigt auf dem Leuchtmittel an, wie viel Licht es abgibt. So kann ganz leicht die passende Helligkeit für den gewünschten Bereich gefunden werden.
Lux: Gibt die Beleuchtungsstärke an. Ein Lux entsteht, wenn auf eine Fläche von einem Quadratmeter der Lichtstrom von einem Lumen fällt. In Richtlinien für Büros wird häufig empfohlen, die Oberfläche eines Schreibtisches mit 500 Lux (Abkürzung: lx) auszuleuchten.

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Einfach umgerechnet

Mit dem Verschwinden der traditionellen Glühbirne tritt auch die Watt-Zahl in den Hintergrund und die Lumen-Angabe wird wichtiger. Denn die Watt-Angabe bei den modernen, leistungsstarken Leuchtmitteln bezieht sich auf deren eigenen Stromverbrauch und der liegt deutlich niedriger. So erklärt es sich, dass eine LED, die gleich hell leuchtet, wie eine 60-Watt-Glühbirne, nur noch etwa zehn Watt hat: Weil sie nur so wenig Strom verbraucht. Die alten Watt-Angaben der Glühbirnen, findet man auf den Verpackungen der Leuchtmittel neben den Angaben Lumen und der eigentlichen Watt-Zahl der jeweiligen LED oder Halogenlampe. Somit weiß man auf einen Blick, ob die neue Lampe die alte von der Helligkeit her gut ersetzen kann. Ein anderer einfacher Kniff für einen Orientierungswert: Teile die Lumen durch zehn. Denn 700 Lumen einer modernen Lampe entsprechen etwa 60 Watt einer herkömmlichen Glühlampe.

Lichtabelle Watt und Lumen
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Effizienz in Sachen Energie

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Das Energielabel der Europäischen Union (EU) zeigt einem, wie effizient und damit energiesparend das Leuchtmittel ist: Die effektivste Effizienzklasse ist A+++. Diese kann von LED und Halogenlampen erreicht werden. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Kennzeichnung, denn die Unterschiede können groß sein. Übrigens müssen auch Leuchten entsprechend eingeordnet werden. Deren Energieeffizienz-Label richtet sich danach, welche Leuchtmittel in der Leuchte verwendet werden können.

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