Megatrend Boxspringbett

Schlafen wie auf Wolken

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Wie man sich bettet, so liegt man, lautet ein bekanntes Sprichwort. Eigentlich müsste es noch weiter gehen: „Und so wie man liegt, fühlt man sich auch am nächsten Tag“. Wenn man bedenkt, dass wir rund 3.000 Stunden im Jahr im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen, steht eines jedenfalls fest: Beim Bett sollte man nicht sparen. Das sagen sich auch immer mehr Deutsche und haben das Boxspringbett für sich entdeckt. Nachdem vor rund zehn Jahren eine erste Boxspring-Trend-Welle aus den USA und aus Asien nach Deutschland herüber schwappte, hat das Boxspringbett hierzulande nun einen regelrechten Hype ausgelöst. Denn es vereint höchsten Liegekomfort mit einer luxuriösen und ästhetisch ansprechenden Optik – ein Kriterium, das beim Kauf eine zunehmend große Rolle spielt. Ich war exklusiv für daheim.de bei Segmüller und habe mir von den Fachberatern vor Ort erklären lassen, was das Besondere an einem Boxspringbett ist – und wie man sein ganz persönliches Traumbett findet.

Das magische Boxspringbett-Dreiergespann

Tatsächlich fühlt man sich in einem Boxspringbett wie auf Wolken gebettet. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes System aus drei Elementen: Statt des üblichen Lattenrosts, befindet sich ganz unten eine gefederte, matratzenähnliche Konstruktion. Diese wird auch „Box“ genannt. Sie enthält entweder Bonellfedern oder einen Kern aus Tonnentaschenfedern. Auf der Box liegt die eigentliche Matratze, die ebenfalls entweder einen Bonell- oder Taschenfederkern hat. Während die Bonellfedernkernmatratze sich flächenelastisch an den Körper anpasst, stützt die Taschenfederkernmatratze die einzelnen Körperschwerpunkte und -bereiche punktelastisch. Die Wirbelsäule wird perfekt unterstützt. Meist ist die Matratze mit einem Bezug oder einer Husse bezogen, welche dieselbe Farbe hat wie die Box. Dies wirkt sehr schön wohnlich und luxuriös, denn so bilden Box und Matratze einen einheitlichen Charakter. Obendrauf kommt schließlich noch der sogenannte Topper – eine mehrere Zentimeter dicke, weiche Auflage, die für noch mehr Liegekomfort sorgt. Bei den drei Schichten kommen schon einige Zentimeter zusammen. So ein Boxspringbett erleichtert dir durch seine angenehme Höhe also den Ein- und Ausstieg.

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Geteiltes oder durchgängiges System?

Zwar wählen viele Paare eine durchgängige Matratze für ihr Boxspringbett – wegen des Kuschel-Faktors. Eine getrennte Lösung hat aber gleich mehrere Vorteile: Denn während sich manche Menschen so gut wie gar nicht im Schlaf bewegen, drehen sich andere ein Dutzend Mal während der Nacht. Bei einer durchgängigen Matratze wird der Partner bei jeder Bewegung durchgeschüttelt und im Schlaf gestört – das kann bei zwei getrennten Matratzen nicht passieren. Besonders komfortabel: Manche Modelle haben einen eingebauten Motor, sodass sich der Kopf- und das Fußteil auf Knopfdruck höherstellen lassen. Achte in diesem Fall darauf, dass Box, Matratze und auch der Topper geteilt sein müssen, damit du diese Funktion nutzen kannst. Solltest du dich dennoch für eine durchgängige Variante entscheiden, wie zum Beispiel für das Boxspringbett „Massello“, wird es dir sicher gefallen zu hören, dass die Matratze dennoch zwei verschiedene Kerne haben kann. Das bedeutet, dass sowohl dein Partner als auch du genau die Unterstützung bekommt, die eure Körper aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe und Schwere benötigen.

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Das Sahnehäubchen fürs Boxspringbett: der Topper

Der Topper soll, wie bereits erwähnt, für eine extra Portion an Schlafkomfort sorgen. Hier gibt es verschiedene Materialien, die sich sowohl nach deinen Schlaf-Vorlieben als auch nach weiteren Parametern richten. Wer zum Beispiel eine festere Unterlage bevorzugt, ist mit einem Topper aus Kaltschaum sehr gut aufgehoben. Deutlich weicher ist eine Auflage aus Visko-Schaum. Durch die Körperwärme passt sich das Material an die Körperform an. Schläfst du im Winter gern bei geöffnetem oder gekipptem Fenster, solltest du auf einen Visko-Topper allerdings verzichten, denn das Material wird bei Kälte hart. Auch wenn du nachts leicht schwitzt, ist Visko nicht das Richtige für dich. Anders dagegen ein Gelschaum-Topper, wie du ihn beim Modell „Aida“ findest. Er ist außerdem auch bei Personen die erste Wahl, die ab und zu mit Rückenproblemen zu kämpfen haben: Er schmiegt sich regelrecht an den Körper an und stützt ihn. Ein Gefühl, wie auf Wolken zu schlafen!

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Auf die inneren Werte kommt es an

Je mehr Federn die Box und die Matratze enthalten beziehungsweise je geringer ihr Durchmesser ist, desto mehr Körperpunkte können gestützt werden. Für ein komfortables Liegen und einen erholsamen Schlaf ist dies sehr wichtig. Ob du dich also für eine Matratze mit 400 oder für eine mit 2.000 Federn entscheidest, ist in erster Linie eine Frage des Liegekomforts, was sich wiederum auf den Preis auswirkt. Aus gesundheitlicher Sicht ist eine möglichst hohe Anzahl an Federn empfehlenswert. Ein ausschließlich mit Bonellfedern ausgestattetes Boxspringbett wie etwa das Modell „Hannah“ kann ein kostengünstiger Einstieg sein für alle, die sich royal betten möchten, aber preislich in einem überschaubaren Rahmen bleiben möchten. Für Kinder bis 13 Jahren mit Normalgewicht oder sehr zierliche Personen ist das auch völlig okay. Zumal „Hannah“ sogar noch einen Bettkasten hat, in dem du Laken und Bettzeug verstauen kannst. Generell sollten Erwachsene und auch Jugendliche mit einem höheren Körpergewicht aber besser zu einem Boxspringbett mit Taschenfederkern-System greifen, da hier eine bessere Stützfunktion gegeben ist.

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So findest du das richtige Boxspringbett

Boxspringbetten sind für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel erhältlich – in unterschiedlichen Maßen und sogar in Sondermaßen. Hier lässt sich beliebig up- und downgraden. Die Stützstärke wird in die Härtegrade eins bis fünf eingeteilt. Beim Kauf deines Boxspringbetts solltest du auf folgende Dinge achten:

  1. auf deine Körpergröße:
    Je nachdem, ob du kleiner oder größer bist, brauchst du auch eine bestimmte Stütze und somit einen bestimmten Härtegrad deiner Matratze.
  2. auf dein Gewicht:
    Hierbei kommt es vor allem auf die Verteilung der Auflagefläche deines Körpers auf der Matratze an. Auch dies ist ausschlaggebend dafür, wie weich oder hart die Matratze sein muss.
  3. auf deine Schlafgewohnheiten:
    Du solltest dich fragen, welcher Schlaf-Typ du bist: Seitenschläfer brauchen es weich. Nur so kann die Schulter in die Matratze eintauchen. Ein Gelschaum-Topper ist dann für dich ideal. Oder gehörst du zu den Menschen, die eher auf dem Rücken liegen oder zu der seltenen Spezies, die auch in Bauchlage schläft? Dann ist eine härtere Matratze besser.

Ein sehr empfehlenswertes Modell für Rückenschläfer ist zum Beispiel das Boxspringbett „Court“. Es verfügt über eine Tonnentaschenfederkernmatratze mit Härtegrad zwei und eine Box, die ebenfalls einen Kern aus Tonnentaschenfedern hat. Der Kaltschaum-Topper bietet eine feste Unterlage, auf der du gut liegst.

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Privater Luxus und mondäne Eleganz

Die Amerikaner lieben es möglichst groß, möglichst big. Und auch ein Boxspringbett kann kaum pompös genug sein. Deshalb sind dir auch beim Thema Design keine Grenzen gesetzt: Boxspringbetten gibt es in zig Ausführungen und Farben – du entscheidest, was zu dir und deinem Lifestyle passt. Du hast eine großzügige, loftige Wohnung? Dann wäre ja vielleicht das Modell „Manacor“ genau das passende für dich. Das tolle Kopfteil im Chesterfield-Look macht richtig was her, genau wie die abgerundeten Ecken der Box und der Matratze. „Manacor“ gibt es auch mit einem Stoff in Lederoptik und passt optisch daher perfekt in ein Schlafzimmer im Industrial Style.

Boxspringbett grau
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Einen eher mondänen Eindruck macht dagegen das Modell „Brighton“. Diese Art von Boxspringbett kennest du sicher aus Hotelsuiten in New York oder Boston. Die eleganten Plaids, die an der Box angebracht sind, kaschieren die Beine des Bettes und werten es somit optisch nochmals auf. Das Plaid-Design wiederholt sich zudem bei den zum Bett gehörenden Kissen und erzeugt somit ein harmonisches Gesamtbild.

Boxspringbett braun
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Die richtige Pflege deiner Boxspringbett-Matratze

Damit du auch lange Freude an deinem Boxspringbett hast, solltest du es gut pflegen. Die Pflege richtet sich in erster Linie nach dem jeweiligen Bezugsmaterial. Hat dein Boxspringbett einen normalen Matratzenbezug, kann dieser nach Pflegeanleitung gewaschen werden. Ist dein Boxspringbett mit einer Stoff-Husse bezogen, wie zum Beispiel das Modell Brighton, solltest du diese regelmäßig absaugen. Oberflächen in Lederoptik wiederum lassen sich feucht abwischen – ein Vorteil für Allergiker. Bei einem mit Leder bezogenen Bett kannst du hin und wieder auch eine spezielle Lederpflege auftragen. Generell sollte man eine Matratze alle sieben bis zehn Jahre tauschen. Laken und Topper gehören regelmäßig in die Waschmaschine. Aber wusstest du auch, dass jeder Mensch pro Nacht etwa einen Viertel Liter Wasser ausschwitzt? Damit die Feuchtigkeit aus der Matratze weichen kann, solltest du sie regelmäßig lüften. Wenn es dir nicht so wichtig ist, dass deine Matratze farblich stimmig mit der Box ist, wählst du am besten ein Boxspringbett mit einer Matratze, die an den Seiten nicht stoffiert, sondern offen ist, wie zum Beispiel das Modell „Noelle“. So kann die Feuchtigkeit auch über die Seiten aus der Matratze entweichen.

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