Matratzendreierlei

Es ist zugegebenermaßen nicht einfach, eine Matratze ohne das berühmte Probeliegen auszusuchen. Die Entscheidung können wir Ihnen nicht abnehmen, aber etwas erleichtern. Wir stellen Ihnen die drei gängigsten Matratzentypen vor – gleich sind Sie schlauer, versprochen.

Kaltschaummatratzen

Bis vor kurzem hatten Schaumstoffmatratzen keinen so guten Ruf; inzwischen konnten sie ihr Image erheblich aufpolieren. Die guten Stücke bestehen heute aus einem PUR-Kaltschaum/Visco-Matratzenkern und werden ohne Treibmittel hergestellt. Schauen Sie vor allem auf das Raumgewicht Ihrer neuen Schlummerwiese. Je höher dieses ist, desto schwerer ist die Matratze . Außerdem wichtig: die sogenannte Stauchhärte. Je niedriger diese ist, desto weicher ist die Liegefläche. Eine Kaltschaummatratze bietet viele Vorteile: Durch ihre Aufteilung – meist in sieben Zonen - passt sie sich bestens an Körperkonturen sowie Lattenroste an; zusätzlich federt sie eine Veränderung der Schlafposition sehr gut ab. Außerdem überzeugt sie mit hervorragender Punktelastizität und absoluter Geräuschfreiheit – das ist von Vorteil, wenn Sie druck- oder lärmempfindlich sind. Wenn Sie Ihre Kaltschaummatratze alle paar Monate einmal wenden, dann bleibt sie gern viele Nächte lang bei Ihnen. Die Nachteile: Bei mehr als 400° kann sich eine Kaltschaum-Matratze entzünden – unwahrscheinlich, aber möglich. Mit einem schwer entflammbaren Bezug gehen Sie langfristig – zum Beispiel im Kinderzimmer - auf Nummer sicher. Auch wenn Sie nachts viel schwitzen, ist eine Kaltschaummatratze mit ihrer guten Wärmeisolation eher ungeeignet für Sie.

Federkernmatratzen

Im Prinzip bestehen diese Matratzen aus einem Spiralfederkern, gefertigt aus Stahlfedern. Klingt hart, liegt sich aber in Wirklichkeit schön weich und gut abgestützt. Denn natürlich sind hochwertige Modelle optimal gepolstert, so dass Sie den harten Kern einfach vergessen können. Am besten wählen Sie eine Taschenfederkernmatratze – hier sind die einzelnen Federn in Reihen von Stofftaschen eingenäht. Diese wiederum sind zu einer Fläche in Matratzengröße verklammert oder verklebt, was für eine hohe Punktelastizität sorgt und Ihren Körper beim Schlafen angenehm entlastet. Zu den Vorteilen der Federkernmatratze zählt auch, dass sie kaum anfällig für Schimmel ist. Die durch Schweiß eindringende Feuchtigkeit kann ganz einfach an die Außenluft abgegeben werden. Mit ihren fünf bis sieben Zonen gleicht sie das Einsinken der unterschiedlichen Körperteile optimal aus, hinzu kommt ihre recht lange Lebensdauer. Natürlich hat auch dieses Modell ein paar Nachteile: Einfache Federkernmatratzen bieten keine Punktelastizität, was sich auf den Liegekomfort auswirkt. Auch wenn Sie einen verstellbaren Lattenrost haben, ist die Federkernmatratze nicht optimal für Sie, da sie sich einer unebenen Unterlage nicht so gut anpasst.

Latexmatratzen

Diese hochpreisigen Matratzenmodelle bestehen aus Gummi mit synthetischen, natürlichen oder gemischten Anteilen. Der Anteil an Naturlatex variiert dabei von 0 % – Syntheselatex – bis 100 %, wenn es sich um Naturlatex handelt. Natürlicher Kautschuk überzeugt mit anschmiegsamer Elastizität, der die Matratze durchgehend weich und anpassungsfähig macht – das sorgt für ein tolles Liegegefühl. Hochwertige Latexmatratzen passen sich zudem hervorragend an Körperkonturen und Lattenroste an, federn gut ab und sind absolut geräuschfrei. Allerdings sind die Modelle deutlich schwerer und unhandlicher als andere Matratzen; das Raumgewicht variiert zwischen 70 und 90 kg/m3. Damit lassen sie sich schwerer wenden, was aber mit integrierten Tragegriffen meist kompensiert wird. Ein guter Kombinationspartner ist übrigens ein offener Bettkasten: So ist die Latexmatratze von außen immer gut belüftet und die Feuchtigkeit kann optimal abtransportiert werden.

Passende Produkte
Schliessen
Schließen